Ja zu Studie für neues VBSG-Depot

Das Stadtparlament hat gestern einen Verpflichtungskredit über 390 000 Franken für einen Studienauftrag zur Vergrösserung und Nutzungserweiterung des Depots der Verkehrsbetriebe bewilligt.

Daniel Wirth
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Die Betriebsabläufe im neuen Depot sollen verbessert werden. (Bild: Benjamin Manser)

Die Betriebsabläufe im neuen Depot sollen verbessert werden. (Bild: Benjamin Manser)

Die Vorlage war unbestritten im Parlament. Doris Königer beantragte als Präsidentin der Baukommission, der Antrag des Stadtrats sei zu ergänzen. Mit dem Studienauftrag soll auch geprüft werden, ob neben Büros für die Stadtwerke noch weitere zusätzliche Nutzungen im neuen Depot der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) möglich wären, argumentierte sie. Mit Ausnahme der SVP-Fraktion stellten sich sämtliche Fraktionen hinter den Antrag der Baukommission. Selbst Stadträtin Patrizia Adam, Vorsteherin der Direktion Bau und Planung, empfahl dem Parlament, den Antrag der Baukommission gutzuheissen.

Tenor: Ausbau ist sinnvoll

Auf der Basis einer Machbarkeitsstudie wurden die Gesamtkosten für die Erweiterung des VBSG-Depots beim Kantonsspital auf 46 Millionen Franken geschätzt, wie es in der Botschaft des Stadtrats ans Parlament hiess. Im neuen Depot sollen dereinst rund 100 Busse Platz finden. In einem neuen Bürotrakt sollen bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen. Die Sprecherinnen und Sprecher sämtlicher Fraktion sagten, der Ausbau des VBSG-Depots sei sinnvoll. Dass die Verkehrsbetriebe ihre Busflotte ausbauen müssten, sei ein Indikator dafür, dass die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt werden.

Doris Königer sagte in ihrem Eintretensvotum im Namen der Baukommission, für eine Erweiterung des VBSG-Depots müssten Liegenschaften der Stadt abgerissen werden, in denen sich heute circa 20 günstige Wohnungen befinden würden.

Wohnraum fällt weg

Beatrice Truniger sagte im Namen der SP/Juso/PFG-Fraktion, es sei gut und recht, dass die Stadt die Mieter dieser kleinen günstigen Wohnungen bei der Suche nach neuen Wohnungen unterstütze. Doch einfache und erschwingliche Wohnungen seien in der Stadt St. Gallen schon jetzt kaum oder nur sehr schwer zu finden. «Wir erwarten deshalb von der Stadt, dass sie die Mieterinnen der Häuser an der Volksbadstrasse nicht nur bei der Wohnungssuche unterstützt, sondern sich mit voller Kraft und aktiv um Ersatz für die wegfallenden Wohnungen bemüht», sagte Truniger. Ins gleiche Horn wie Truniger stiess Clemens Müller, der Sprecher der Fraktion von Grünen/Jungen Grünen/Grünliberalen. Die Stadt müsse möglichst wieder Wohnungen für 400 bis 700 Franken Monatsmiete anbieten können.