Ist Horns Schule zu teuer?

Die Horner Schulbürger senken ihren Schulsteuerfuss um zwei Prozent. Dies entgegen dem Behördenantrag. Zudem soll sich die Schule einer Kostenanalyse unterziehen lassen, wie an der Schulbürgerversammlung beschlossen wurde.

Rudolf Käser
Drucken
Teilen
Die Primarschule in Horn – mehrere SVP-Vertreter sind der Ansicht, dass die Schule der Volksschulgemeinde zu teuer ist. (Bild: Fritz Heinze)

Die Primarschule in Horn – mehrere SVP-Vertreter sind der Ansicht, dass die Schule der Volksschulgemeinde zu teuer ist. (Bild: Fritz Heinze)

HORN. 149 Stimmbürger erlebten eine ruhige Gemeindeversammlung, bei welcher alle Anträge angenommen wurden. Lebhafter verlief die darauffolgende Schulbürgerversammlung. Die SVP- Ortspartei stellte den Schulbürgern drei Anträge und hatte mit deren zwei Erfolg.

Kostenanalyse gefordert

Vizepräsident Thierry Kurtzemann und seine Behörden-Kolleginnen und -Kollegen wurden an einer ausgiebigen Schulbürgerversammlung erheblich gefordert. Er sprang für die erkrankte Präsidentin Margrit Schrepfer ein. Den Stein ins Rollen brachte die SVP, welche die folgenden drei Anträge stellte: An die Volksschulbehörde ergeht der Auftrag, im Jahr 2013 150 000 Franken einzusparen. Dieser Antrag wurde mit 66 Nein gegen 63 Ja abgelehnt. Der zweite Antrag, der Steuerfuss sei von 86 auf 84 Prozent zu senken, wurde mit 78 Ja zu 50 Nein angenommen. Auch der dritte Antrag, die Volksschulgemeinde soll im Jahr 2013 in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle des Kantons eine Kostenanalyse veranlassen und darüber einen zu veröffentlichen Bericht erstellen, fand mit 83 Ja gegen 49 Nein Zustimmung.

Zwei Prozent Steuersenkung

Der SVP-Vertreter und ein weiterer Schulbürger vertraten die Ansicht, die Volksschulgemeinde sei eine zu teure Schule. Das Argument von Kurtzemann, dass an den Liegenschaften – namentlich der Turnhalle – ein erheblicher Sanierungsbedarf bestehe, wollten die beiden Opponenten nicht gelten lassen. Die Sanierung der 40jährigen Turnhalle sei ein Thema, worüber bei einer entsprechenden Vorlage später befunden werden könne, argumentierten die Gegner. Bezüglich dieser Sache lädt die Schulbehörde am 4. März 2013 zu einer Informationsveranstaltung ein. In Frage gestellt wurden auch die Lehrerbesoldungen. Schulpflegerin Rebecca D'Antuono drang mit ihrer Argumentation, dass die Besoldungen vom Kanton festgelegt würden, nicht entscheidend durch. Das Budget 2013 mit einem Aufwand von 5 695 300 Franken wurde mit 97 Ja- und 5 Neinstimmen angenommen. Der Antrag der Schulbehörde, deren Mitgliederzahl ab der neuen Legislaturperiode von sieben auf fünf zu reduzieren, wurde einstimmig angenommen. Vizepräsident Thierry Kurtzemann wies darauf hin, dass Karin Widmer und er auf Ende der Legislatur zurücktreten.

Tiefer Gemeindesteuerfuss

Das Budget der Politischen Gemeinde sieht bei Aufwendungen von 5 880 250 Franken und Erträgen von 5 292 900 Franken einen Verlust von 287 350 Franken vor. Zwar forderte ein Bürger vermehrte Transparenz in gewissen Konten. Doch der Voranschlag 2013 wurde einstimmig genehmigt. Gemeindeammann Thomas Fehr betonte, dass Horn mit dem Steuerfuss von 32 Prozent am tiefsten im Kanton liege.

Im weiteren informierte Fehr, dass man im Hafen West die Parkplatzbewirtschaftung benutzerfreundlicher gestalten möchte. Zudem sehe man hier mit der heutigen Lösung des Radweges ein erhöhtes Unfallrisiko. «Deshalb wollen wir den Radweg direkt an den Zaun zum Allmendiger-Areal verlegen.»

Die Einbürgerungsgesuche von vier Personen (Beret Rushiti, Fasli Dervishi, Eleftherios und Maria Theodoridis) wurden in einem geheimen Abstimmungsverfahren grossmehrheitlich angenommen.

Aktuelle Nachrichten