Ist Diskussion um Zukunft Dorfhügel wirklich verfrüht?

«Sorge um den Dorfhügel», Ausgabe vom 9. März

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Der Gemeindepräsident sagt im Artikel, «dass es keineswegs beschlossene Sache ist, dass die Parzellen verkauft oder die Gebäude abgerissen werden». Dennoch ist im Gutachten und Antrag des Primarschulrates Wittenbach für den Baukredit der neuen Schulanlage Grüntal auf Seite 4 Folgendes zu lesen: «... Zusammen mit der Parzelle Neuhus, die von der Schule nach dem Bau der neuen Schulanlage ebenfalls nicht mehr benötigt wird, ergibt sich ein zusammenhängendes Entwicklungsgebiet mit einem hohen Potenzial für hochwertiges Wohnen. Entsprechende Studien von externen Fachpersonen liegen vor ...» und «... Durch den Verkauf dieser Parzellen können also die Gemeindefinanzen spürbar entlastet werden.»

Wenn man noch dazu berücksichtigt, dass ein Ausschuss der Baukommission die zwei historischen Schulgebäude aus dem Ortsbildinventar entlassen will, bin ich versucht zu denken, dass die Initiative der «IG Denk.Mal Wittenbach – Vielfalt gemeinsam gestalten» zum richtigen Zeitpunkt kommt, um zu ermöglichen, dass die Wittenbacher bei der Gestaltung des betroffenen Areals mitreden können, statt in zwei oder drei Jahren über den Verkauf der Parzellen und ein Projekt mit einseitigem Fokus auf hochwertigem Wohnen abstimmen zu müssen.

Übrigens: Die Zauberformel «Parzellen zu verkaufen, um die Gemeindefinanzen zu entlasten» ist – siehe aktueller Steuerfuss – über die letzten Jahrzehnte in Wittenbach nicht besonders überzeugend gelungen. Klüger wäre es, Parzellen im Bau- oder Nutzungsrecht abzugeben. Dies generiert kontinuierliches Nettoeinkommen für den Gemeindehaushalt. Dieser Ertrag dürfte dann sogar um einiges höher ausfallen als der zusätzliche Hypothekarzins für den Kauf der Parzellen!

Rainer Tanner, Halten 12, Wittenbach