INVESTITIONSPLANUNG: Zwölf Millionen für Kindergärten

Bis 2022 möchte der Stadtrat mehrere Kindergärten sanieren oder neu bauen. Geplant ist unter anderem ein neuer Dreifachkindergarten an der Iddastrasse.

Roger Berhalter
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Sieben Millionen für Neubauten, fünf Millionen für Sanierungen: So viel möchte der Stadtrat in die Kindergärten investieren. (Bild: Benjamin Manser)

Sieben Millionen für Neubauten, fünf Millionen für Sanierungen: So viel möchte der Stadtrat in die Kindergärten investieren. (Bild: Benjamin Manser)

Roger Berhalter

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@tagblatt.ch

Die Zahl der Kindergärtler in der Stadt steigt seit Jahren. Vor zehn Jahren waren es noch 1184 Kinder in 63 Klassen. Im aktuellen Schuljahr sind es 1283 Kindergärtler in 69 Klassen, und im Schuljahr 2022/23 werden es gemäss jüngster Prognosen 1325 Kinder in 74 Klassen sein. Mehr Kinder brauchen auch mehr Platz. Dennoch muss die Stadt in den nächsten Jahren keine neuen Kindergärten aus dem Boden stampfen. Rein rechnerisch, über das ganze Stadtgebiet gesehen, sind bis 2022 noch genügend Kindergärten verfügbar. Dies geht aus dem Postulatsbericht zum Ausbau der FSA-plus-Angebote hervor, den der Stadtrat vergangene Woche vorgelegt hat.

Handlungsbedarf besteht gemäss Stadtrat aber trotzdem, denn die Kapazitäten im Kindergarten sind zwar vorhanden, aber nicht gleichmässig verteilt. Je nach Standort seien Engpässe ebenso möglich wie Überkapazitäten. Um hier einen Ausgleich zu schaffen – und um bestehende Kindergärten zu sanieren – möchte der Stadtrat in den nächsten fünf Jahren knapp zwölf Millionen Franken investieren. Dies ist in der Investitionsplanung so vorgesehen.

Mit Primarschülern unter einem Dach

Der grösste Einzelposten betrifft die Iddastrasse an der Gerhalden. Schon heute wird dort ein Doppelkindergarten in der Nähe der Primarschule geführt. Für die Zukunft ist ein Ersatzneubau mit einem Dreifachkindergarten geplant. Der Stadtrat sieht dafür 4,6 Millionen Franken bis 2020 vor. Noch in diesem Jahr soll die Planung beginnen.

Neue Kindergärten sind auch an der Austrasse und Moosstrasse im Engelwies geplant. Jeweils eine Million Franken möchte der Stadtrat dort für Ersatzneubauten einsetzen.

Wo immer möglich, sollen Kindergärten nicht abgeschottet an Einzelstandorten stehen, sondern möglichst nah an die Primarschulen heranrücken oder gar in ein Schulhaus integriert werden. Das ist laut Stadtrat heute noch zu wenig der Fall. Damit sich dies ändert, werden Kindergärten bei Schulhausneubauten gleich mitgeplant. Auch das zeigt die aktuelle Investitionsplanung. So ist im neuen Schulhaus St. Leonhard ein zusätzlicher Kindergarten vorgesehen, ebenso beim neuen Schulhaus Riethüsli.

Weitere Kindergartenstandorte werden derzeit noch überprüft; dies ist im Osten der Stadt an der Güetli- und an der Buchwaldstrasse sowie an der Waldgutstrasse der Fall. Im Westen werden weitere Kindergärten an der Schoren- und Dietlistrasse sowie an der Herisauerstrasse ins Auge gefasst.

Für fünf Millionen Franken wird saniert

Die Kindergärten in der Stadt seien baulich in einem sehr unterschiedlichen Zustand, heisst es im Postulatsbericht. Um Mängel zu beheben und um diverse Kindergärten energetisch zu sanieren, nimmt der Stadtrat in den kommenden fünf Jahren insgesamt fünf Millionen Franken in die Hand.