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INVESTITIONSPLANUNG: Schulsanierungen sind aufgegleist

In den kommenden fünf Jahren will der Stadtrat die Sanierungen weiterer Schulhäuser in Angriff nehmen. Dafür sind rund 65 Millionen Franken vorgesehen. Es gilt aber auch das Raumproblem zu lösen.
David Gadze
Die Sanierung des Schulhauses Riethüsli wurde um fünf Jahre zurückgestellt. 2021 sollen die Arbeiten beginnen. (Bild: Coralie Wenger)

Die Sanierung des Schulhauses Riethüsli wurde um fünf Jahre zurückgestellt. 2021 sollen die Arbeiten beginnen. (Bild: Coralie Wenger)

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Mehrere Schulhäuser in der Stadt St. Gallen harren einer Sanierung. Einige schon seit Jahren. Nach der Wiedereröffnung des sanierten Schulhauses St. Leonhard diesen Sommer sollen in den kommenden zehn Jahren weitere Schulhäuser mit einem hohen oder mittleren Sanierungsbedarf an die Reihe kommen. In der Investitionsplanung 2017–2021 sind dafür insgesamt rund 65 Millionen eingestellt, für die Jahre 2012 bis 2026 weitere knapp 80 Millionen. In der Periode bis 2021 entfallen fast zwei Drittel (41 Millionen) auf die Primarschulen, je knapp 20 Prozent auf Kindergärten (11,6 Millionen) und auf das Oberstufenzentrum Zil (12,3 Millionen).

Ausgewiesen ist der Sanierungsbedarf schon seit längerem beim Schulhaus Kreuzbühl in Winkeln. Nachdem die Sanierung mehrfach aufgeschoben worden war, geht es nun vorwärts: Rund 15 Millionen Franken sind dafür bis 2021 vorgesehen. «Derzeit wird abgeklärt, ob es zweckmässig ist, das Schulhaus zu sanieren und zu erweitern, oder ob es neu gebaut werden soll», sagt Stadtrat Markus Buschor. Bis wann der Entscheid darüber fällt, sei noch unklar.

Neues Schulhaus Riethüsli kommt ab 2021

Das ebenfalls schon lange sanierungsbedürftige Schulhaus Riethüsli, das der Stadtrat im November 2013 trotz eines ausgearbeiteten Projekts aus finanziellen Gründen aus der Investitionsplanung herausgekippt beziehungsweise um fünf Jahre zurückgestellt hatte, wird in den kommenden Jahren in Angriff genommen. Bis 2021 sind dafür 6,4 Millionen Franken eingestellt. 2019 beginnt die Detailplanung, 2021 starten die Bauarbeiten mit einer ersten Tranche von 3 Millionen. Ab 2022 dürften weitere 33,6 Millionen Franken dazukommen.

Das Schulhaus Riethüsli wird grösstenteils am heutigen Standort neu gebaut. Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs habe aufgezeigt, dass der Schulbetrieb während der Bauzeit aufrecht erhalten werden könne, sagt Buschor. Deshalb sei es auch nicht notwendig, Räume für ein Provisorium im Schulhaus Tschudiwies freizuhalten. Dieses wird auf das kommende Schuljahr hin geschlossen, die Schülerinnen und Schüler gehen nach den Sommerferien ins neu renovierte Schulhaus St. Leonhard (Tagblatt vom Samstag). Für letzteres fallen 2017 und 2018 nochmals insgesamt 15 Millionen an. Das Schulhaus Hebel wird bis 2019 für 2 Millionen fertig saniert.

2020 beginnt dann die Planung für zwei weitere Schulhäuser: Einerseits für die Sanierung und die Erweiterung der Primarschule Heimat, die von 2022 bis 2026 insgesamt 14,2 Millionen kosten dürfte. Andererseits wird der Neubau des Schulhauses Schoren aufgegleist. Dieser schlägt kostet etwa 10 Millionen.

Schulraum nicht immer am richtigen Ort

Wie aus dem Postulatsbericht zum Ausbau der FSA-plus-Angebote, den Schuldirektor Markus Buschor am Freitag vorgestellt hat, hervorgeht, dürften die Schülerzahlen in der Primarstufe bis 2022 wieder steigen. Nach einem Rückgang in den vergangenen zehn Jahren ist ein Anstieg um 270 Schülerinnen und Schüler – insgesamt 14 Klassen – auf rund 3600 prognostiziert. Damit würde das Niveau des Jahres 2007 wieder erreicht. In der Stadt könnten 218 Primarklassen beschult werden, heisst es im Bericht. Heute sind es 182, im Jahr 2022 dann 196. Der Schulraum sei allerdings nicht in jedem Fall am richtigen Ort vorhanden. In gewissen Schulhäusern seien Reserven vorhanden, in anderen hingegen fehle es an Klassenzimmern. In Anwendung der gebotenen Schulzuweisungspraxis (Wohnort, zumutbarer Schulweg, ausgeglichene Klassengrössen, Raumangebot) fehlten Unterrichtsräume in den Schulhäusern Rotmonten, Heimat, Grossacker und Engelwies. Rotmonten könnte ab 2022 erweitert werden. Dafür sind 17 Millionen eingeplant.

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