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INVESTITION: Für die digitale Welt rüsten

Die Schule Rorschach geht in die digitale Offensive. Sie erarbeitet ein neues Medienbildungskonzept. Tablet, PC und Notebook sollen im Klassenzimmer als Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Das kostet.
Linda Müntener
250 Computer stehen den Rorschacher Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen heute zur Verfügung. Diese Zahl soll fast verdoppelt werden. (Bild: Ralph Ribi)

250 Computer stehen den Rorschacher Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen heute zur Verfügung. Diese Zahl soll fast verdoppelt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Linda Müntener

linda.muentener@tagblatt.ch

Der digitale Wandel schreitet rasant voran. Er erfasst alle Lebens- und Arbeitsbereiche unserer Gesellschaft – auch die Schule. Die Digitalisierung mache vor dem Klassenzimmer nicht halt, sagt Rorschachs Schulpräsident Guido Etterlin. «Wir sind keine Oase.» Deshalb geht die Schule Rorschach in die Offensive – in die digitale. Sie erarbeitet ein neues Medienbildungskonzept. «Das wird unseren Schulbetrieb verändern, trägt aber den speziellen Bedürfnissen unserer Schule Rechnung.»

Das Konzept geht einher mit dem neuen Lehrplan der Volksschule, der seit August 2017 in Kraft ist. Mit «Medien und Informatik» beinhaltet der Lehrplan einen neuen Fachbereich. Dessen Ziele: Schülerinnen und Schüler verstehen Medien und nutzen sie verantwortungsvoll. Sie verstehen das Grundkonzept der Informatik zur Problemlösung und können einen Computer kompetent einsetzen. Bis zum Abschluss der Volksschule sollen sie so vertiefte Kenntnisse über die neue digitale Welt erlangen. «Das geht weiter als ein Dokument in Microsoft Word zu bearbeiten oder eine Tabelle mit Excel zu erstellen», sagt Guido Etterlin. Das heisst: Wurde der Umgang mit dem PC und Programmen früher vor allem im Fach Informatik erlernt, sollen Informatikmittel künftig fächerübergreifend als Hilfsmittel und Werkzeuge eingesetzt werden. Ergänzt werden sie durch digitale Lerntools. «Wir fokussieren den Einsatz der IT-Infrastruktur zur Unterstützung eines besseren oder effizienteren Lernens sowie zum Training der eigentlichen Medienkompetenzen.» Auf den flächendeckenden Einsatz von interaktiven Wandtafeln verzichtet die Schule hingegen. Sogenannte Notebook-Klassen werden vorerst auch nicht geführt.

Bürgerversammlung entscheidet über Kredit

Hinter dem Medienbildungskonzept steht eine Projektgruppe aus Lehrpersonen aller Stufen. «Wir sind im Schlussspurt», sagt Schulsekretär und Projektleiter Stefan Bolt. Das Konzept stützt sich auf die Empfehlungen des kantonalen Bildungsdepartements. So sollen mobile Geräte wie Tablets oder Notebooks im Unterricht zum Einsatz kommen – auf allen Stufen. Der Kanton empfiehlt zwei Geräte pro Kindergartenklasse, vier pro Primarschulklasse und fünf pro Oberstufenklasse. Die IT-Infrastruktur der Schule Rorschach wird alle fünf Jahre erneuert, kommendes Jahr ist es wieder so weit. 900 Schülerinnen und Schülern und 120 Lehrpersonen stehen heute 250 Computer zur Verfügung. Diese Zahl will der Schulrat fast verdoppeln. Eine Investition im siebenstelligen Bereich, voraussichtlich aufgeteilt in zwei Tranchen. Darüber entscheiden die Stimmberechtigten. Mitte Januar soll der Investitionsantrag vom Stadtrat verabschiedet werden. Danach ist eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant. Über den Kreditantrag soll die Bürgerversammlung im Frühling befinden.

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