InterSky bleibt seltener Gast

ALTENRHEIN. Die Vorarlberger Low-Fare-Airline fliegt ab Friedrichshafen oder Zürich 13 Destinationen in Europa an. Angedachte Pläne, auch den Airport St. Gallen-Altenrhein ins Streckennetz aufzunehmen, können mittelfristig nicht umgesetzt werden.

Rudolf Hirtl
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Landeanflug mit Sicht auf die Region Rorschach. Blick aus dem InterSky-Cockpit anlässlich des gestrigen Orientierungsflugs mit Start in Altenrhein. (Bilder: Rudolf Hirtl)

Landeanflug mit Sicht auf die Region Rorschach. Blick aus dem InterSky-Cockpit anlässlich des gestrigen Orientierungsflugs mit Start in Altenrhein. (Bilder: Rudolf Hirtl)

Eine 50plätzige Dash 8Q-300 der InterSky diente gestern als Ort für die Pressekonferenz der 3. Internationalen Ballontage Alpenrheintal, die vom 19. bis 22. August in Widnau und Lustenau (A) über die Bühne gehen (mehr dazu auf Seite 40). Während eines Alpenrundfluges, der via Feldkirch, Montafon, Arlberg wieder zurück an den Bodensee führte, wurden die Fluggäste über den bevorstehenden Grossanlass orientiert. Gestartet ist die zweimotorige Propellermaschine der InterSky vom People's Business Airport St.

Gallen-Altenrhein aus. Ginge es nach InterSky-Geschäftsführer Claus Bernatzik, so würden Maschinen der Bodensee-Airline regelmässig hier starten. Er denkt dabei in erster Linie an Charterflüge. Linienflüge anzubieten würde in Konkurrenz mit dem bestehenden Angebot der AUA wenig Sinn machen.

Bleibt vorerst beim Traum

«Es wäre ein Traum für uns, wenn wir Elba von Altenrhein aus anbieten könnten», hatte Bernatzik vor Jahresfrist anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Airline gesagt.

Gestern räumte er ein, dass es vorerst ein Traum bleiben werde. Bemühungen, die Verbindung auf die Beine zu stellen, hätten sich vor allem aus Kapazitätsgründen leider erneut zerschlagen. Die Airport-Führung in Altenrhein stehe dem Ansinnen aber grundsätzlich positiv gegenüber, was ihn zuversichtlich stimme. «Wenn sich überraschend eine Möglichkeit auftut, sind wir sofort zur Stelle.»

Um 50 Prozent zugelegt

Es sei schade, dass es bisher noch nicht geklappt habe, zumal er sich mit Altenrhein emotional noch immer stark verbunden fühle, sagt Bernatzik und spricht damit den Umstand an, dass InterSky im November 2001 von seiner Mutter Renate Moser aus Beständen der ehemaligen Rheintalflug-Flotte gegründet wurde. Geschäftlich sei 2009 für InterSky mit Sitz in Bregenz und Homebase in Friedrichshafen fatal gewesen, die Wirtschaftskrise habe voll durchgeschlagen.

Erfreulich sei hingegen die aktuelle Entwicklung mit einem Plus von 50 Prozent bei den Passagierzahlen.

Für Geschäftsführer Claus Bernatzik ein zu seltenes Bild: Eine InterSky-Maschine vor dem Terminal des People's Business Airport.

Für Geschäftsführer Claus Bernatzik ein zu seltenes Bild: Eine InterSky-Maschine vor dem Terminal des People's Business Airport.