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INTERNATIONALER TAG DES WALDES: Ärger für die Förster: In Rorschacherberg fahren Biker quer durch den Wald

Dem Wald in der Region Rorschach geht es grundsätzlich gut. Doch nicht alle Waldbesucher halten sich an die Regeln. Darunter leiden die Tiere.
Perrine Woodtli
Der Elitebiker Simon Vitztum aus Thal zeigt wie es geht und fährt auf einem legalen Trail durch den Wald. (Bild: Christof Sonderegger)

Der Elitebiker Simon Vitztum aus Thal zeigt wie es geht und fährt auf einem legalen Trail durch den Wald. (Bild: Christof Sonderegger)

Wandern, Biken, Joggen oder einfach nur Durchatmen: Der Wald ist beliebt. Wer sich dort aufhält, sollte sich aber an gewisse Regeln halten. Eine davon ist, auf den offiziellen Wegen zu bleiben. Dies gilt vor allem für Reiter und Radfahrer. Letztere halten sich aber nicht alle daran. Im Wald bei Rorschacherberg fahren einige Biker quer durch das Gelände. Regelmässig finden Forstdienst und Jagdverantwortliche Velospuren auf dem Waldboden. «Auch Schanzen und Kurven für Biketrails wurden schon gebaut», sagt Regionalförster Raphael Lüchinger. Er leitet die Waldregion 1, die das Gebiet von Rorschach bis Wil umfasst.

Das Verlassen von offiziellen Waldwegen ist aus gutem Grund verboten. Tiere werden gestört und aufgeschreckt. Vor allem im Winter oder in der Brut-, Setz- sowie Aufzuchtzeit, wenn die Tiere Ruhe brauchen, kostet sie das viel Energie. «Im schlimmsten Fall kann es dazu führen, dass die Tiere durch den Stress ihren Nachwuchs verlieren», sagt Lüchinger. Fahren Biker unkontrolliert durch den Wald, werden zudem Jungpflanzen beschädigt.

Im Wald sein ist gesund

Um gegen das «Falschfahren» vorzugehen, wurden in Rorschacherberg diverse Massnahmen eingeleitet. Unter anderem wurden Hinweistafeln im Wald aufgestellt. «An manchen Stellen haben wir zudem Baumstämme hingelegt, um zu signalisieren, wo es nicht weitergeht», sagt Lüchinger. Auch hat der Forstdienst das Gespräch mit umliegenden Bike-Clubs und -Shops gesucht. Das Problem mit den illegalen Trails gebe es auch in anderen Wäldern. «Das Wichtigste ist es, die Leute zu sensibilisieren.» Ein Beispiel, wie man illegalen Trails gegensteuern könne, sei der offiziell bewilligte Waldegg-Trail in St. Gallen.

Ein weiteres Problem sei die unerlaubte Deponie von Grünabfällen. «Der Grossteil der Leute verhält sich jedoch korrekt im Wald», betont der Regionalförster. Seiner Meinung nach ist die Wertschätzung gegenüber dem Wald gross. «Der Wald wird stark genutzt – vor allem in der Nähe von Agglomerationen.» Mit den Besuchern nehme der Druck auf den Wald zu. «Umso wichtiger ist es, Rücksicht zu nehmen.»

Um die Menschen noch näher an den Wald heranzuführen, setzt der kantonale Forstdienst jedes Jahr einen Schwerpunkt. 2018 lautet das Motto «Wald und Gesundheit». «Viele Studien belegen, dass Wälder eine positive Wirkung auf die allgemeine Gesundheit haben», erklärt Lüchinger. Das Motto wurde am heutigen Tag des Waldes offiziell lanciert. Jede Waldregion plant zum Motto passende Aktionen.

Gesund lautet nicht nur der diesjährige Schwerpunkt. Gesund sind auch die Wälder in der Region Rorschach. «Wir sind stetig daran, die Wälder so zu pflegen, dass sie ihre Funktionen in den Punkten Schutzwald, Erholung, Holz und Biodiversität möglichst optimal erfüllen», sagt Lüchinger. «An gewissen Stellen gibt es die genannten Probleme. Der Lebensraum ist aber intakt.»

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