Interesse am Parlament ist da

Die Öffentlichkeit bewegten die meisten Entscheide des Parlaments nicht, behauptete der FDP-Fraktionspräsident im Tagblatt. Dass aber viele Geschäfte durchaus interessieren, zeigt eine Strassenumfrage.

Text: Olivia Fankhauser Bilder: Davia Korte
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Bild: Katharina Hartmann, 50 Unternehmerin, St. Gallen

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Mich interessiert immer sehr, was das Stadtparlament macht. Ich verfolge auch alles. Sehr wichtig sind für mich die Gestaltung des Bahnhof- und des Marktplatzes. Auf Peter und Paul dagegen soll es so bleiben, wie es ist. Natürlich werden im Parlament unterschiedlich wichtige Themen diskutiert, aber das allgemeine Interesse an seinen Entscheiden ist bestimmt immer noch vorhanden.

Bei mir fehlt es nicht an Interesse, sondern vielmehr an der Zeit. Ich kann mich schlicht nicht für alles interessieren, was im Parlament entschieden wird. Uns geht es doch auch viel zu gut, als dass wir über so viele Themen sprechen müssten. Ich finde, man kann nicht generell sagen, es fehle an Interesse. Jeder hat Bereiche, mit denen er sich mehr oder weniger beschäftigt.

Regional bin ich eher weniger interessiert, daher trifft die Aussage auf mich zu. Das liegt aber daran, dass ich dem Stadtparlament vertraue und zuversichtlich bin, dass alles gut kommt.

Ich bin generell sehr interessiert an dem, was im Parlament passiert, und ich gehe auch immer selber abstimmen. Und ich glaube, dass das Interesse der Bürger an Parlamentsentscheiden vorhanden ist. Man sieht an den Leserbriefen, dass die Entscheide des Parlaments auf Resonanz stossen. Für mich ist der Marktplatz ein sehr zentrales Thema. Er sollte mehr zu einem Aufenthaltsort für Jugendliche werden, denn jetzt hat es ja kaum Platz.

Ich finde, man kann nicht generell sagen, das Interesse am Parlament sei nicht vorhanden. Das ist vom Thema abhängig. Mich interessiert natürlich auch nicht alles. Darum sollte man auch mehr auf die Stimmberechtigten zugehen. Mich zum Beispiel interessieren Fragen um einzelne Bushaltestellen weniger, dafür ist der Marktplatz für mich ein zentrales Thema. Das Interesse der Bürger an den Parlamentsentscheiden ist ganz bestimmt vorhanden. Das sieht man auch daran, wie schnell und wie viele Unterschriften etwa für ein Referendum gesammelt werden.

Ich bin sehr breit interessiert und verfolge auch möglichst alles in der Presse. Für mich ist der Tunnel für die Gaiserbahn ins Riethüsli etwa ein sehr wichtiges Thema. Ich denke auch nicht, dass er gebaut werden sollte. Generell ist es wichtig, dass das auch durchgezogen wird, was das Parlament und das Volk entschieden haben. Nicht wie beim Lämmlerbrunnen.

Ich glaube es stimmt, dass viele Leute sich nicht dafür interessieren, was im Parlament behandelt wird. Das finde ich schade. Viele jüngere Bürger gehen nicht abstimmen, obwohl sie es könnten. Ich persönlich interessiere mich sehr für das, was passiert. Natürlich ist der Bahnhofplatz im Moment sehr wichtig. Ich informiere mich auch immer durch die Zeitungslektüre über das aktuelle Geschehen und gehe selbstverständlich abstimmen.

Mir scheint das Parlament schlichtweg nicht mehr glaubwürdig. Ich interessiere mich sehr für seine Entscheide, jedoch fehlt es an der Kommunikation darüber. Die Stimmberechtigten werden nicht richtig ernst genommen und vieles wird über ihren Kopf hinweg entschieden. Trotzdem befasse ich mich immer mit den Vorlagen und stimme auch selbst ab. Ich finde, die politischen Themen sind einfach falsch gewichtet. Den Stadtbewohnern kann man keine Woche «Jeder Rappen zählt» zumuten, aber eine Baustelle, die fünf Jahre bleibt, müssen sie aushalten.

Bild: Katharina Hartmann, 50 Unternehmerin, St. Gallen

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