Ins Appenzellerland auf der Schiene

Güterbahnhof: Folgen der Abstimmung unklar Ausgabe vom 22. Januar 2016

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Man kann sich in weiten Kreisen der Stadt St. Gallen derzeit unbeliebt machen, wenn man den Autobahnanschluss beim Güterbahnhof, verbunden mit dem Strassentunnel zur Liebegg hinauf, keine gute Idee findet. Ich riskiere dieses Unterfangen und werde am 28. Februar ein Ja zur Güterbahnhof-Initiative in die Urne legen. Weshalb?

Ich bin für intelligentere Lösungen, als stets die Probleme von heute und morgen mit den Rezepten von gestern und vorgestern anzugehen. Wenn wir jetzt einfach wieder ein neues Strassenloch bauen, lösen wir das Stauproblem, das der motorisierte Individualverkehr verursacht, für eine kurze Anzahl Jahre und– Friede, Freude, Eierkuchen – vorerst rollt alles wieder zufriedenstellend. Und Jahre später, wenn die neugebauten Strassen erneut verstopft sind, was machen wir dann?

Die Vorarbeiten für den Bahntunnel bei der Ruckhalde sind angelaufen, und in wenigen Jahren rollt die Appenzeller Bahn mit geringerer Steigung als heute in die südlich der Stadt gelegene Agglomeration. Bietet das nicht einen Anlass, in der Folge eine schnelle Schienenverbindung nach dem Modell der Metro einzurichten? Weil wir künftig verdichtet siedeln müssen, sind die Zeiten vorbei, in denen Mann und Frau sich meistens alleine, unter Inanspruchnahme von überproportional viel öffentlichem Strassenraum, individuell getaktet mitten ins Herz von urbanen Zentren bewegen kann.

Andreas Hobi Stadtparlamentarier Grüne

Berneggstr. 38, 9000 St. Gallen

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