Inkonsequente Frauenpolitik der SP

Ich gehe jede Wette ein: Wenn es um die nationalen Wahlen im Herbst 2015 geht, wird die SP wieder das hohe Lied von mehr Frauen in der Politik singen und beklagen, dass andere Parteien die Frauen zu wenig fördern.

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Ich gehe jede Wette ein: Wenn es um die nationalen Wahlen im Herbst 2015 geht, wird die SP wieder das hohe Lied von mehr Frauen in der Politik singen und beklagen, dass andere Parteien die Frauen zu wenig fördern.

So viel zur Theorie; die Praxis sieht anders aus. In der Stadt St. Gallen bemüht sich die SP gerade mit Leibeskräften, den Stadtrat so männlich wie nur möglich zu halten. Die Partei hat darauf verzichtet, eine Frau für die Ersatzwahl zu nominieren. Das, weil sie glaubt, mit einem Mann, der schon etliche Jahre nicht mehr politisch aktiv ist und dessen klar linke Haltung deshalb bei den Wählern eher vergessen geht, bessere Chancen zu haben.

Mit Barbara Frei steht anderseits eine Kandidatin zur Wahl, welche die Frauen gut repräsentieren würde. Sie hat ihr Leben lang Familie, Beruf, Politik und ehrenamtliche Aktivitäten unter einen Hut gebracht und kennt die entsprechenden Herausforderungen für Frauen. Wäre die SP konsequent, müsste sie trotz unterschiedlicher politischer Positionen anerkennen, dass eine zweite starke Frau in den Stadtrat gehört. Wer es mit der Frauenförderung ernst meint, wählt Barbara Frei.

Barbara Kühne Tannenstrasse 11, 9000 St. Gallen