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In Verkehrsbauten wird am meisten investiert

Finanzen Das Budget der Stadt St. Gallen sieht für 2018 ein Defizit von 9,7 Millionen Franken vor. In der laufenden Rechnung stehen 591,6 Millionen Franken Aufwand einem Gesamtertrag von 581,9 Millionen Franken gegenüber. Im Vergleich zum Budget 2017 fällt auf, dass sowohl Aufwand als auch Ertrag weiter steigen. Inzwischen nähern sie sich beide der 600-Millionen-Marke. Weil die Ausgaben (3,2 Prozent mehr) aber etwas schneller wachsen als die Einnahmen (2,2 Prozent mehr), budgetiert die Stadt auch für 2018 ein Defizit.

Auf der Aufwandseite schlagen vor allem höhere Konsumausgaben zu Buche. Dazu zählen auch die Personalkosten. Sie machen rund 44 Prozent des Gesamtaufwands aus. Neben einkalkulierten Lohnerhöhungen liege das auch am Wachstum des Personalbestandes, sagte Stadtpräsident Thomas Scheitlin gestern vor den Medien. «Hier schlägt sich zum ersten Mal auch der Ausbau der freiwilligen Schulhausangebote (FSA+) nieder. Hinzu kommt, dass auch die Beiträge der Stadt an den Kanton gestiegen sind. Diese beiden Posten machen knapp drei Viertel des Gesamtaufwands aus.

Abgeltungen sind wichtige Stütze

Steigen sollen gemäss Budget 2018 aber auch die Steuereinnahmen. Hier rechnet die Stadt mit einem Anstieg um rund zwei Prozent. «Wir nähern uns aber langsam einem Punkt, an dem nicht mehr damit zu rechnen ist, dass die Steuererträge noch lange Zeit so weiter wachsen», sagte Michael Urech, Leiter des städtischen Finanzamts. Von Bedeutung sind auf der Ertragsseite der laufenden Rechnung auch die Abgeltung zentralörtlicher Leistungen und soziodemografischer Lasten. Dafür erhält die Stadt vom Kanton zusammengerechnet knapp 30 Millionen Franken, das entspricht 18 Steuerprozenten. «Ohne diese Abgeltungen wäre es schwierig», sagte Urech. Trotz allem sei das budgetierte Defizit der laufenden Rechnung aber dank des hohen Eigenkapitals noch tragbar.

Die Investitionsplanung für das kommende Jahr sieht vor, dass 66,7 Millionen Franken netto investiert werden. Damit liegt das Budget 2,6 Millionen Franken über dem vom Stadtrat angestrebten Plafond. Der Löwenanteil der Investitionen – rund 49,1 Millionen Franken – geht für diverse Bauprojekte an die Direktion Bau und Planung. Dazu zählt auch die Neugestaltung des Bahnhofplatzes. 14,5 Millionen Franken sollen kommendes Jahr dafür aufgewendet werden. Hinzu kommen unter anderem die Sanierung des Primarschulhauses St. Leonhard und der Umbau der beiden Depots der Milizfeuerwehr. Weitere Investitionen werden für den Ersatz der Tribünenbestuhlung im Espenmoos, die Sanierung der Parkgarage Kreuzbleiche sowie die Sanierung des Kunstmuseums getätigt. Am meisten will der Stadtrat 2018 in Verkehrsbauten wie die Eigentrassierung des ÖV an der Rorschacher Strasse investieren. Rund ein Viertel der für Sachgüter vorgesehenen Investitionen sind dafür vorgesehen. Etwas mehr als 16 Prozent entfallen zudem auf Kindergärten, Schulhäuser, Betreuungsbauten und Turnhallen, und 13 Prozent fliessen in den Wasserbau.

Fürs laufende Jahr zeichnen sich schwarze Zahlen ab

Für 2017 hatte die Stadt ein kleines Defizit von rund 3,7 Millionen Franken budgetiert. Vor den Medien stellte Stadtpräsident Thomas Scheitlin aber in Aussicht, dass ein kleiner Ertragsüberschuss resultieren werde. Dies sei auf Steuererträge über Budget und die Entnahme von fünf Millionen Franken aus der Vorfinanzierung zurückzuführen. Vorfinanzierungen sind im Budget 2018 nicht vorgesehen. (ghi)

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