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In Shanghai und in Rorschach

RORSCHACH. Im Freigelände neben dem Kornhaus wird eine neue Ausstellung eröffnet: Der Rorschacher Künstler John Stutz stellt über zwei Meter hohe Skulpturen aus. Aus Sorge um Vandalismus wird er sie mit Mitarbeitern jede Nacht bewachen.
Lea Müller
Künstler John Stutz will auf diesem Platz neben dem Kornhaus in Rorschach 16 Skulpturen ausstellen. (Bild: Lea Müller)

Künstler John Stutz will auf diesem Platz neben dem Kornhaus in Rorschach 16 Skulpturen ausstellen. (Bild: Lea Müller)

John Stutz bewegt sich auf internationalem Parkett. Im Januar hat der Rorschacher Künstler seine Werke in New York gezeigt. Ab heute sind sie in Shanghai ausgestellt. Und vom 16. bis 31. Mai wird es für ihn ein Heimspiel geben: Im Freigelände westlich des Rorschacher Kornhauses will er 16 Skulpturen öffentlich ausstellen. «Man kennt meinen Namen zwar im Ausland, aber kaum in der Ostschweiz. Ich will mich auch hier als Künstler etablieren», beschreibt der 78-Jährige seine Motivation für eine Ausstellung an seinem Wohnort. Die Stadt Rorschach hat die Nutzung des Kiesplatzes neben dem Kornhaus bewilligt.

Mit Maschinen und Chemie

Seit fast 50 Jahren macht der in Rorschach aufgewachsene John Stutz Kunst. Zuerst mit Öl- und Acrylfarben. Doch bald entdeckte er seine grosse Vorliebe für Stahl, Metall und Kunstharz. Auch für grosse Dimensionen hat der gelernte Maschinenschlosser und Kaufmann eine Vorliebe. Mit Industriemaschinen fertigt er in seinem Atelier in Arbon riesige Bilder aus Kunstharz. Möglich macht das aufwendige Prozedere sein Familienunternehmen Sunbeam Gruppe mit Sitz in Rorschach. Die Firma stellt Flüssigkunststoffe her und baut unter anderem Sportanlagen auf der ganzen Welt. «Mir stehen Chemikalien und Maschinen zur Verfügung, die sich viele Künstler nicht leisten könnten», sagt John Stutz. «Deshalb sind meine Kunstwerke so einzigartig.»

Die Kunstwerke für seine Ausstellung in Rorschach sind alle in diesem Jahr entstanden. Unter dem Titel «Neue Inspirationen» hat der Künstler 14 Dreieck-Türme und zwei Viereck-Türme geschaffen. Sie werden in drei Gruppen auf dem Platz positioniert und mit 120 Kilogramm schweren Betonsockeln befestigt.

Aluminium aus Japan

Nicht zum ersten Mal zeigt John Stutz im Freigelände neben dem Kornhaus seine Kunstwerke. Vor etwa fünfzehn Jahren habe er auf dem gleichen Platz Stahlskulpturen ausgestellt. «Damals konnten die Passanten sogar darauf herumklettern», erinnert er sich schmunzelnd. Ein Spass, der in diesem Jahr nicht möglich sein wird – die Kunstwerke sind zwar wetterfest, aber nicht sehr stabil. Eine Gruppe der Türme besteht aus aufgeschäumtem Aluminium. «Dieses Material ist einmalig», schwärmt John Stutz. So einmalig, dass er es nicht selbst herstellen konnte, sondern in Japan bestellen musste.

Wache in der Nacht

«Meine Werke sind kostbar. Sie dürfen auf keinen Fall Schaden nehmen», sagt John Stutz. Darum will er sie denn auch besonders gut beschützen. Bei seinen morgendlichen Jogging-Touren am See entlang habe er schon so manche Spuren von Vandalismus gesehen, erzählt er.

Um seine Türme davor zu bewahren, hat er in Zusammenarbeit mit der Polizei ein Überwachungskonzept erarbeitet. «Videoüberwachung hilft nicht viel», sagt er. Deshalb hat er sich entschlossen, seine Skulpturen persönlich zu bewachen. Jede Nacht werden er und seine zwei Mitarbeiter vor Ort sein – um im Notfall die Polizei zu rufen.

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