In Quartiere wird mehr investiert

Bei der Präsentation des Budgets für 2015 rechnete die Stadt noch mit einem sehr tiefen Selbstfinanzierungsgrad von 57,3 Prozent.

Elisabeth Reisp
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Bei der Präsentation des Budgets für 2015 rechnete die Stadt noch mit einem sehr tiefen Selbstfinanzierungsgrad von 57,3 Prozent. Nicht zuletzt weil einige Projekte im letzten Jahr noch nicht realisiert werden konnten, ist der Selbstfinanzierungsgrad nun überraschend hoch ausgefallen, wie die gestern vorgestellte Rechnung 2015 belegt.

Fast zu hundert Prozent erreicht

Mit einem Selbstfinanzierungsgrad von 99,8 Prozent steht die Investitionsrechnung auf sehr guten Beinen. Damit wächst auch die Verschuldung um lediglich 100 000 Franken an. Budgetiert war eine Neuverschuldung von 25,7 Millionen Franken. Die Investitionen für das Jahr 2015 haben sich auf brutto 56,2 Millionen Franken belaufen. Davon wurden 6,8 Millionen durch Dritte finanziert. Netto hat die Stadt 49,4 Millionen investiert. Etwa in Projekte wie den Bahnhofplatz mit neuem Bushof und der Personenunterführung West. Oder auch in den Neubau des Naturmuseums, genauso wie in die Sanierung des Primarschulhauses sowie in den Neubau des Werkhofs Gartenbauamt. Dazu kommen das Umbauprojekt ARA Au, die dritte Etappe der Sanierung ARA Hofen, der Bau des Rückhaltebeckens Rütiweier und etliche kleinere Investitionsprojekte.

Ausbau der Betreuungsangebote

Gemäss Stadtpräsident Thomas Scheitlin wird der Investitionsplafond im bisherigen Rahmen auch im nächsten Jahr eingehalten. Die wichtigsten Investitionsbedürfnisse sollen aber realisiert werden. Dazu gehören diverse Schulbauten, die Weiterführung des mehrjährigen Projektes Bahnhofplatz und Ausbau der Infrastruktur wie der Fernwärme. Denn: «Der Ausgabendruck ist vorhanden», sagt Scheitlin. Er werde gar noch weiter zunehmen. Investitionsbedarf sieht Scheitlin vor allem auch in den Quartieren. Indem die Entwicklung von Quartieren in der Stadt vorangetrieben werde, könne die Ertragskraft der Stadt gestärkt werden. Der Stadtpräsident spricht damit die familienergänzenden Betreuungsprojekte wie FSA und FSAplus an. Investitionen in die ausserschulische Betreuung kurbelten nicht zuletzt die Steuereinnahmen an.

Eine Erhöhung des Steuerfusses will der Stadtpräsident zwingend vermeiden.