In Hollywood tingeln und tangeln

GOSSAU. Für die Gäste des Tingel-Tangel-Variétés wird der rote Teppich ausgerollt, denn sie betreten Hollywood: Im Winterprogramm des Walter-Zoos in Gossau dreht sich alles um Stars, Sternchen und vor allem Filmszenen.

Rita Bolt
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Kulissen und Requisiten werden gefertigt: Gabi Federer Greulach, Rainer Greulach und Vreni Rivas (rechts) in der Werkstatt. (Bild: Urs Jaudas)

Kulissen und Requisiten werden gefertigt: Gabi Federer Greulach, Rainer Greulach und Vreni Rivas (rechts) in der Werkstatt. (Bild: Urs Jaudas)

gossau. Nicht direkt aus Hollywood, aber aus anderen Talentschmieden, kommen die Artisten des diesjährigen Tingel-Tangel-Variétés im umgestalteten Restaurant des Walter-Zoos. «Die Gäste werden beim diesjährigen Variété bestimmt viel zu lachen haben», sagt Zoodirektorin Gabi Federer, die für die Produktion, die Regie, den Ablauf, die Kostüme, die Musik und alles andere verantwortlich ist. Genauso wie in Hollywood. Oder? «Bei uns herrschen etwas andere Verhältnisse», sagt die Allrounderin lachend.

«Bei uns machen die Artisten sogar den Service des Viergang-Menus.» Nicht, weil es an Personal fehle, sondern weil es Spass mache, den Kontakt zu den Gästen herstelle und so eine spezielle Atmosphäre geschaffen werden könne.

Deutsche Komiker

Die kleine Bühne im Restaurant wird wieder mit allerlei Artisten bevölkert.

Eine komische Atmosphäre versprechen Herr Kasimir alias Aaron Sebastian Dewitz und Francello alias Mike Husemann – zusammen sind sie das Duo Juxart und kommen aus Deutschland. Es wird spassige Filmszenen mit Gwendoline (Marlis Brüggemann) geben. Eine temporeiche Rolle als Jongleur wird der Stuttgarter Benjamin Pfeiffer spielen.

Aber auch der eigene Nachwuchs ist vertreten: Jeannine Federer kehrt nach zwei Saisons im holländischen Zirkus Bongo in den Walter-Zoo zurück. Dabei sein werden wieder Sängerin Marianne Rivas und Martin Wildi. Letzterer nicht wie üblich als Komiker, sondern als ernsthafter Steptänzer auf der Bühne stehen. «Das Thema Hollywood ist schier unerschöpflich», sagt Gabi Federer. Sie sprudele nur so von Ideen. Sie freue sich riesig auf die Vorstellungen. Am Anfang der Show sei beispielsweise eine grosse Filmrolle auf der Bühne.

Mehr dazu im Tingel-Tangel-Variété.

Filmreif ist auch das Menu: Zur Vorspeise gibt's «Fluch der Karibik» – das Essen wird in einem kleinen Schiffsrumpf serviert. Die zweite Vorspeise mit Namen «James Bond» wird mit Martini zubereitet – geschüttelt, nicht gerührt. Im Hauptgang «Dirty Dancing» verschmelzen Honig und Schweinsfilet und im Dessert «Blues Brothers» verbrüdern sich Joghurt- und Cassisglace.

Spiegel für Apérozelt

Das Restaurant wird auch in der achten Ausführung des Tingel-Tangel-Variétés mit rotem Samt dekoriert sein. Die kitschigen Kronleuchter werden wieder an der Decke hängen. Und Oliver Buchmann spielt Piano. «Wir werden am Konzept der Vorjahre nichts ändern», sagt Gabi Federer. Derzeit werden Requisiten und Kostüme gefertigt und zwar in der alten Konservenfabrik in Winkeln. In Arbeit seien momentan grosse Spiegelelemente für das Apérozelt. Im Einsatz sei auch das Pensioniertenteam, das Jahr für Jahr für jede Produktion mithelfe.

Das Tingel-Tangel-Variété sei mittlerweile ein fester Bestandteil in der Walter-Zoo-Agenda, auch für viele Besucherinnen und Besucher. Alle 34 Vorstellungen im vergangenen Jahr seien ausverkauft gewesen. Auch dieses Jahr laufe der Vorverkauf schon sehr gut.

In den Hollywood Hills über der Stadt befindet sich das bekannte Hollywood Sign.

Noch will Gabi Federer vom Gossauer Walter-Zoo nicht preisgeben, welches Sign sie wählen wird, um ausserhalb des Zoos auf den Tingel-Tangel aufmerksam zu machen.

Vorstellungen: 19. November bis 22. Januar 2011, Preis pro Person 125 Franken (ohne Getränke), Reservationen Tel. 071 387 50 67