In Etappen zu neuen Gassen

Die Stadt will in den nächsten zehn Jahren etappenweise die Gassen der mittleren und nördlichen Altstadt neu pflästern. Bereits diesen Sommer kommen die Goliathgasse und die Neugasse an die Reihe. Danach wird fast jedes Jahr gebaut.

David Gadze
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Die Teernarben in der Neugasse verschwinden bald: Der südliche Teil soll ab dem Sommer neu gepflästert werden. (Bild: Urs Bucher)

Die Teernarben in der Neugasse verschwinden bald: Der südliche Teil soll ab dem Sommer neu gepflästert werden. (Bild: Urs Bucher)

Die Gassen der St. Galler Altstadt werden in den kommenden Jahren aufgewertet. Nachdem die Neugestaltung der südlichen Altstadt im Jahr 2013 abgeschlossen wurde, will die Stadt bis 2024 etappenweise auch die Gassen der mittleren und nördlichen Altstadt neu pflästern (siehe Kasten). Zusammen mit Quartiervereinen, Gassengesellschaften, der Kantonsarchäologie und Behindertenverbänden hat sie für jede Gasse ein Sanierungskonzept erarbeitet. Den Anfang machen bereits in diesem Jahr die Goliathgasse sowie der südliche Teil der Neugasse.

Goliathgasse ohne Strasse

Die Goliathgasse soll in einem ersten Schritt vom Bohl bis zur Magnihalden neu gepflästert werden. Die bisherige Gliederung der Gasse in Fahrbahn und beidseitige Trottoirs wird durch eine stufenlose und optisch einheitliche Gestaltung ersetzt. Wie der Stadtrat in der Vorlage ans Parlament schreibt, soll «die Nutzung möglichst offen gehalten werden». Für Aussenrestaurationen bestehe weiteres Nutzungspotenzial. Im Bereich der Liegenschaften Goliathgasse 30 und 33 sollen Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Ausserdem ist geplant, die Stützmauer zur Magnihalden hin aufzuwerten. Die heute mit einer Eternitfüllung verschlossenen Nischen sollen sichtbar gemacht und besser ausgeleuchtet werden. Auch ein neuer Brunnen ist vorgesehen.

Heisst das Parlament den Kredit gut, beginnen bereits im Frühjahr die Werkleitungsarbeiten. Ab dem Frühsommer ist dann die eigentliche Neugestaltung in mehreren Längsetappen vorgesehen. Sie soll bis Mitte November abgeschlossen sein und insgesamt rund 1,5 Millionen Franken kosten. Nach Abzug des Bundesbeitrags entfallen auf die Stadt 970 000 Franken.

In einem zweiten Schritt, ungefähr ab 2023, sollen das nördliche Ende der Goliathgasse rund um die Unterführung und die Schwertgasse neu gestaltet werden. «Wir wollen die Entwicklung des Areals am Platztor abwarten, bevor wir diesen Abschnitt in Angriff nehmen», sagt Stadtingenieur Beat Rietmann.

Neugasse ohne Stolperfalle

Auch der südliche Teil der Neugasse, von der Multergasse bis zum Durchbruch zum Oberen Graben, soll neu gepflästert werden. Laut Rietmann wird dort die Gestaltung des unteren Teils der Neugasse übernommen. Das Podest des Brunnens bei der Hinterlauben soll gemäss Vorlage so weit als möglich aus dem Querschnitt der Neugasse verschoben werden, da es «bei hohen Fussgängerfrequenzen öfters zur störenden Stolperfalle wird». Für die Neugestaltung der Neugasse, die ebenfalls Mitte November abgeschlossen sein soll, rechnet die Stadt mit Kosten von insgesamt rund 700 000 Franken. Nach Abzug des Bundesbeitrags muss die Stadt 588 000 Franken bezahlen.

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