In einem Café zur Kirchgemeinde finden

RORSCHACH. Ein Café, damit Menschen ohne Schwelle Kontakt zur Kirche finden und sich auch jene gerne im kirchlichen Bereich aufhalten, denen es nicht schlecht geht: Das ist das Hauptanliegen aus dem Ideenkafi der Evangelischen Kirchgemeinde Rorschach.

Fritz Bichsel
Drucken
Teilen
Aus Freiwilligenarbeit bei Kaffee: Ideen für die Kirche. (Bild: Fritz Bichsel)

Aus Freiwilligenarbeit bei Kaffee: Ideen für die Kirche. (Bild: Fritz Bichsel)

RORSCHACH. Ein Café, damit Menschen ohne Schwelle Kontakt zur Kirche finden und sich auch jene gerne im kirchlichen Bereich aufhalten, denen es nicht schlecht geht: Das ist das Hauptanliegen aus dem Ideenkafi der Evangelischen Kirchgemeinde Rorschach. Weitere Vorschläge, die Mitglieder erarbeiteten, reichen von Grundsätzlichem über Information und weitere Begegnungsmöglichkeiten bis zu Infrastruktur: Anlässe inhaltlich stärker auf die christliche Botschaft ausrichten. Das Evangelium auch über Kultur verbreiten. Präsenter werden mit einem Newsletter. Die Kirchgemeinde in jugendgerechter Sprache darstellen. Den Park mit kleinen Anlagen erlebbar und nutzbar machen. Gemeindezentrum und Verwaltungsgebäude noch offener gestalten. Mehr Parkplätze und Stauraum schaffen. Für alles Gastfreundschaft als Ziel setzen.

Offene Häuser, mehr Botschaft

Gegen vierzig Leute treffen sich im Kirchgemeindezentrum. Obwohl Samstagmorgen nicht ihre bevorzugte Zeit ist, beteiligen sich auch Jugendliche am Ideenkafi. Grösstenteils bereits engagierte Freiwillige und Mitarbeitende erarbeiten Vorschläge, wie die Kirchgemeinde noch näher zu den Menschen gelangen kann. Moderiert von Paul Baumann, in der Kantonalkirche Beauftragter für Gemeindeentwicklung, vertiefen sie sich an Tischen in fünf Bereiche – bis hin zu konkreten Vorschlägen.

Evangelisch Rorschach ist sowohl in der Verkündung des Glaubens und der Begleitung von Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen mit Diakonie als auch bei der Pflege von Gemeinschaft in Gruppen und bei Anlässen – von vielen Freiwilligen mitgetragen – sehr aktiv. Trotz dieser Bilanz an den Tischen haben Mitglieder einige Einwände und Anliegen.

Nutzen, dass Stadt näher rückt

Damit sie auch neue Leute erreichen könne, solle die Kirchgemeinde niederschwellig Kontakt ermöglichen. Von mehreren Tischen kommt dazu der Vorschlag für ein Café oder einen Kiosk. Weiter solle die Kirche mehr als Verkünderin einer Botschaft statt nur als als Freizeitort wahrgenommen werden.

Anstoss gab der Ausbau von Stadtbahnhof und Bushof, womit diese Drehscheibe ans Kirchgemeindezentrum rückt. Mit der Umnutzung der Scapa-Fabrik dürfte zudem das Stadtzentrum bis zur Kirche wachsen. Wie die Kirchgemeinde hier mehr Menschen erreichen kann, überlegte sich die Vorsteherschaft an einer Tagung und konnten Mitglieder in einer Umfrage vorschlagen. Mehr Kontaktmöglichkeiten waren ein Schwerpunkt, wie das Pfarrerehepaar Esther und Patrick Marchlewitz zum Einstieg ins Ideenkafi berichtete.

Eine Projektgruppe wird nun zu den «vielfältigen Ideen und interessanten Vorschlägen» – wie Präsident Heinz Schiess zusammenfasste – Anträge zur Verwirklichung erarbeiten.