In die Sicherheit investieren

GOSSAU/HERISAU. Erdgas Ostschweiz verlegt in der Zellersmüli auf einer Länge von 280 Metern die Erdgasleitung. Instabile Hangverhältnisse entlang der Glatt machen diese Massnahme zur Sicherung der Versorgung notwendig.

Martin Brunner
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Die Erdgasleitung wird rechts unter den Wald und in Fels verlegt. (Bild: Martin Brunner)

Die Erdgasleitung wird rechts unter den Wald und in Fels verlegt. (Bild: Martin Brunner)

Die Erdgasleitung von Gossau nach Herisau ist rund 5,5 Kilometer lang und der einzige Zugang für das Erdgas nach Herisau und die umliegenden Gemeinden. Dementsprechend wichtig ist die Sicherheit der Leitungsführung. Sie liegt auf einem kurzen Stück im Glattweg, der aus Richtung Gossau vom Marstal bis zur Zellersmüli führt. Die Sicherheit dieses Streckenteils ist aber nicht mehr unbeschränkt garantiert.

Längerfristig nicht sicher

«Wir haben festgestellt, dass die Ausspülungen der Glatt an den Uferböschungen immer näher an die Leitung herankommen», erklärt Daniel Forlin, Verantwortlicher für die Planung bei Erdgas Ostschweiz. «Dadurch ist die Leitung gefährdet. Wir mussten und wollten rechtzeitig reagieren, weil das Trassee längerfristig nicht mehr sicher ist.» Entscheidend war auch der steile Hang entlang dieses Wegstückes. Dieser rutscht, ist also instabil geworden.

In den Fels verlegen

Das Projekt von Erdgas Ostschweiz sieht nun vor, auf einer Strecke von 280 Metern die Leitung zu verlegen. Kurz nach der Zellersmüli wird sie in Richtung Gossau neu rechts in den Hang hinein abzweigen und danach unter dem kleinen Wald unterirdisch in den festen Fels hineingebaut. «Das hat den Vorteil, dass die Sicherheit dieser überregionalen Transportleitung auf längere Zeit gewährleistet ist», sagt Forlin. «Für den Bau müssen wir eine Start- und eine Zielgrube erstellen, von denen aus wir die Vier-Zoll-Leitung in einer Horizontalbohrung bauen können. Diese wird auf die ganze Strecke vorgestreckt.» Das bedeutet, dass in der Verlängerung zur Baugrube in der Zellersmüli die Rohre ausgelegt und verschweisst werden, von wo aus sie dann in das Bohrloch eingezogen werden. «Die Eingriffe in die Natur sind also minimal. Kommt dazu, dass sich die Beeinträchtigungen für die Grundbesitzer auf die Bauzeit beschränken.»

Umsetzung nächstes Jahr

Das Auflageverfahren dauert noch bis am 26. November. Für die Zeit danach erwähnt Daniel Forlin beim weiteren Vorgehen die Gespräche und Verhandlungen mit den Grundeigentümern. Abwarten muss er auch noch, bis er die Plangenehmigungsverfügung in Händen hält. Sind alle Verfahren positiv abgeschlossen, so kann das Projekt starten. Rund 400 000 Franken werden dann verbaut. «Allerdings können wir aus versorgungstechnischen Gründen die Arbeiten nur in den Monaten von April bis Oktober durchführen. Wir hoffen, dass das 2015 der Fall sein wird.»