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In der Stadt spricht speziell viel für ein Ja

Kommentar

Egal, ob man es liebt oder hasst, ob man regelmässig darin verkehrt oder es als elitären Kulturtempel meidet, eines kann niemand bestreiten: Das Theater St. Gallen ist ein kultureller Leuchtturm, der über die Grenzen von Stadt und Region ausstrahlt. Es ist eine Einrichtung, die den Namen St. Gallen in die Schweiz und ins benachbarte Ausland trägt sowie etwa mit Musical-Produktionen und den alljährlichen Festspielen auch Gäste von dort anzieht. Und für die Stadt ist das Theater nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern ganz klar auch ein Standort- und Wirtschaftsfaktor erster Güte.

Für Stimmberechtigte aus St. Gallen gibt es am 4. März also viele überzeugende Gründe, Ja zur kantonalen Vorlage für die Sanierung des Theaters zu sagen. Natürlich kann auch eine Städterin oder ein Städter Nein stimmen. Knapp 49 Millionen Franken aus der Kasse des Kantons fürs Theaterhaus sind kein Klacks. Ein Rundgang durchs denkmalgeschützte Gebäude zeigt aber, dass der Sanierungsbedarf ausgewiesen ist und dass bauliche Massnahmen dringend nötig sind. Und dass das Haus im Stadtpark kein reiner Zweckbau, sondern etwas Spezielles ist, ist gewollt: Nicht nur das Theaterprogramm, auch das Ambiente in der besonderen Architektur zieht Gäste an. So wie Theaterbauten andernorts St. Gallerinnen und St. Galler anziehen.

Wen diese Argumente noch nicht überzeugen, der sollte sich beim Ausfüllen des Stimmzettels für den 4. März vielleicht ein Beispiel am Naturschutzverein Stadt St. Gallen und Umgebung (NVS) nehmen. Seine Verantwortlichen müssen mit dem Theaterprovisorium im Stadtpark eine ziemlich grosse Kröte schlucken. Sie setzen sich seit Jahrzehnten für die ungeschmälerte Erhaltung der Grünfläche ein. Dabei haben sie auch schon massgeblich mitgeholfen, eine Erweiterung des Kunstmuseums an der Urne zu bodigen. Fundamentalopposition zur Theatersanierung, um den Park vom Provisorium frei zu halten, wäre naheliegend gewesen. Diese Haltung wäre der Bedeutung des Theaters und damit der Sanierungsvorlage aber nicht gerecht geworden. Entsprechend haben sich Naturschützerinnen und Naturschützer kompromissbereit gezeigt und gleichzeitig in die Zukunft geschaut. Und das Resultat, das sie dank der Gesprächsbereitschaft von Kanton und Stadt herausgeholt haben, lässt sich durchaus sehen.

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