In der Region nicht attraktiv

In der Schweiz gibt es rund 180 Spargelproduzenten, die meisten davon in der Ostschweiz, überwiegend im Rheintal und im Thurgau. Dies zeigen Zahlen des Verbands Schweizer Gemüseproduzenten.

Drucken
Teilen

In der Schweiz gibt es rund 180 Spargelproduzenten, die meisten davon in der Ostschweiz, überwiegend im Rheintal und im Thurgau. Dies zeigen Zahlen des Verbands Schweizer Gemüseproduzenten. Die Gründe für diese Konzentration sind vielfältig, angefangen bei den äusseren Bedingungen: In niedrigeren Lagen kommt der Frühling früher. Zudem müsse der Boden stimmen, sagt Christoph Koch vom Hofstadl in Gossau. Gemüseproduzent Andreas Andermatt aus Steinach führt einen weiteren Grund ins Feld: Die Spargel- und die Erdbeerernte überschneiden sich. «Wir haben viele Erdbeeren. Das würde sich beissen. Die Arbeitsbelastung wäre zu gross», sagt er, obwohl er der Überzeugung ist, dass lokale Spargeln beliebt wären.

Guido Buob aus Untereggen nennt wirtschaftliche Faktoren. Spargeln würden nur bei einer genügend grossen Fläche Sinn machen. Und selbst dann könne man mit importiertem Spargel preislich nicht mithalten. Zudem kann man die Kulturen während der ersten zwei bis drei Jahre nicht voll abernten.

Grosse Flächen sind auch laut dem Goldacher Gemüseproduzenten Filipp Fässler nötig. Und dafür habe er zu wenig Land. Zudem sei die Wertschöpfungskette beim Spargel sehr kurz, weshalb man laut Fässler direkt an private Konsumenten verkaufen müsse. Der Grosshandel sei angesichts der geringen Margen keine Option.

Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz 823 Tonnen Spargel produziert und 10 828 Tonnen importiert. Das Gemüse wird in der Schweiz immer beliebter. In den 1980er-Jahren wurden pro Person und Jahr 550 Gramm gegessen, 2014 waren es 1,4 Kilogramm. (jw/mbu)