In Berg kracht es oft genug

Auch Berg hat ein Problem mit Fahrenden. Also nicht mit jenen, die man nun meinen könnte. Vielmehr geht es um die «Geradeausfahrenden», welche auf der Dorfstrasse den «Rechtskommenden» oft den Vortritt rauben.

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Auch Berg hat ein Problem mit Fahrenden. Also nicht mit jenen, die man nun meinen könnte. Vielmehr geht es um die «Geradeausfahrenden», welche auf der Dorfstrasse den «Rechtskommenden» oft den Vortritt rauben. Im Mitteilungsblatt erteilt die Verwaltung den Bürgern nun deshalb Nachhilfeunterricht in Strassenverkehrstheorie. Mitgeliefert wird eine Grafik, die wohl manch einem aus dem Theorieunterricht für den Fahrausweis bekannt vorkommt.

Zugegeben, das Fahren in der Theorie und das Fahren auf der Strasse haben nicht viel gemeinsam. Und die Theorieprüfung, deren Fragen man auswendig lernen und blind beantworten konnte, haben die meisten Autofahrer wohl längst wieder vergessen. «Die Hauptstrasse ist da, wo ich fahre», denkt sich manch einer und drückt getreu dem Motto «Freie Fahrt für freie Bürger» auf die Tube. Dass da noch einer von rechts einbiegen könnte, damit rechnet man nicht.

Bevor man jetzt das zweite Vorurteil fällt: Neulenker sind wohl kaum der Grund, dass sich die Gemeinde nun als Fahrlehrer betätigen muss. Die Theorieprüfung liegt bei ihnen ja nur wenige Jahre zurück. Und dank des «Grünen L» und der dazugehörigen Kurse haben sie für teures Geld gelernt, wie man nicht ins Schleudern gerät, und sogar, wie man ökologisch fährt.

Es liegt also an den erfahrenen Autofahrern, mehr Rücksicht zu nehmen. Sie tun gut daran, den Rechtsvortritt zu beachten. Auf Blechschäden kann man verzichten. Gerade in Berg hat es in jüngster Zeit auch abseits der Strasse oft genug gekracht. (jw)