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Imbodehuus auf dem Weg zum Heim ohne Betten

ST. GALLEN. Der OVWB – Kompetenzzentrum für Körperbehinderte und Hirnverletzte – feierte am Samstag das 20jährige Bestehen des Imbodehuus in St. Gallen, seiner ersten Institution. Nebst dem 1994 gegründeten Imbodehuus mit 21 Plätzen betreibt der OVWB das Quimby Huus in St.

ST. GALLEN. Der OVWB – Kompetenzzentrum für Körperbehinderte und Hirnverletzte – feierte am Samstag das 20jährige Bestehen des Imbodehuus in St. Gallen, seiner ersten Institution. Nebst dem 1994 gegründeten Imbodehuus mit 21 Plätzen betreibt der OVWB das Quimby Huus in St. Gallen oder das Haus Selun in Walenstadt, die einzige spezialisierte Rehabilitation für Hirnverletzte in der Schweiz.

Radikaler Umbau möglich

Letztlich spielt es keine Rolle, ob eine Person mit Handicap im Wohnheim, in einer betreuten Wohngemeinschaft oder in einer Wohnung leben will. «Nur selbst entscheiden muss er oder sie können», sagt Cornelia Bärlocher Hüberli, Leiterin des Imbodehuus. Das will auch die UNO-Behindertenrechtskonvention, die in der Schweiz seit dem 1. April in Kraft ist. Sie besagt unter anderem, dass kein Mensch mit einer Behinderung gezwungen werden darf, im Wohnheim zu leben. Diese Ausgangslage nahm der OVWB am Jubiläum zum Anlass, um über ein Imbodehuus ohne Betten nachzudenken.

Die Anregung dazu gab Anke Brückner vom Trägerwerk Soziale Dienste in Thüringen. Das Bundesland entschied, keine weiteren Wohnstätten mehr zu unterstützen. Ein Heim für psychisch erkrankte Menschen in Erfurt wurde in der Folge in eine ambulante Tagesstätte ohne Betten umgebaut. Die Bewohner leben heute in ihrer eigenen Wohnung oder in Wohngemeinschaften, verteilt über die ganze Stadt. Gemäss Befragungen ist die Zufriedenheit mit der Wohnform heute höher als früher.

Im 2017 ein Pilotversuch

Über ein Imbodehuus ohne Betten hat man beim OVWB mehr als nur ein bisschen nachgedacht. «Wir sprachen schon mit den Verantwortlichen des Kantons darüber und stiessen auf offene Ohren», so Bärlocher. Dass das Projekt umgesetzt werden kann, hänge davon ab, «ob genügend barrierefreie und bezahlbare Wohnungen vorhanden sind». Das Huus bliebe als Tages- stätte mit Therapieangeboten erhalten. Zunächst sollen als Versuch 2017 drei der 21 Betten aufgehoben werden. (miw)

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