Im Weinglas bitte, nicht im Plastikbecher!

Zum 66. Mal ist der Cave vaudoise an der Olma dabei, und zum ersten Mal drohte dem Personal, den Wein in einen Plastikbecher statt in ein Glas ausschenken zu müssen. Dies aufgrund des städtischen Mehrweg-Konzepts.

Fredi Kurth
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Zum 66. Mal ist der Cave vaudoise an der Olma dabei, und zum ersten Mal drohte dem Personal, den Wein in einen Plastikbecher statt in ein Glas ausschenken zu müssen. Dies aufgrund des städtischen Mehrweg-Konzepts. An der Generalversammlung der Genossenschaft Unterer Brühl, welche vier Festwirtschaften ausserhalb des offiziellen Olma-Betriebs ihr eigen nennt, konnte Präsident Dölf Sutter jedoch Entwarnung geben. Nach Intervention von René Rechsteiner, dem Präsidenten von Gastro Stadt St. Gallen, ging dieser Kelch, oder vielmehr Becher, am Fonduestübli vorüber.

Vorerst wenigstens. Denn es handelt sich hier noch nicht um eine definitive Abmachung. Vielmehr müsse nochmals mit der Stadt darüber verhandelt werden.

Alles ein wenig provisorisch

Die Genossenschaft Unterer Brühl ist sich Provisorien allerdings gewohnt. Denn sie funktioniert, wie dem Jahresbericht des Präsidenten zu entnehmen ist, immer noch mit einer provisorischen Bewilligung wie vor 22 Jahren bei ihrer Gründung. Diese wurde seither häufig angepasst.

Von Stürmen sei die Institution in all der Zeit verschont geblieben, sagte Sutter am Mittwochabend im bis auf den letzten Platz besetzten Fonduestübli. Das trifft nicht zuletzt auf die Gebäulichkeiten der vier Festwirtschaften zu, deren Sicherheit immer wieder in Zusammenarbeit mit der Bau- und Feuerpolizei verbessert würden. So sind im grossen Festzelt bedeutend mehr Notausgänge vorgesehen.

Aber auch Stürme existenzieller Art seien ausgeblieben. Für Sutter waren es «kleinere und wenige grössere Probleme», die es zu lösen galt. Aktuell bereiten der Genossenschaft «Trittbrettfahrer» Sorgen, «die sich im Umfeld breitmachen». Sutter erwähnt das weitere Festzelt, betrieben von Radio FM1 beim Restaurant Candela, und die Erweiterung des Tonhalle-Zeltes auf die Wiese am Unteren Brühl. Die Bewilligung sei still und leise erfolgt. Dabei seien dort zusätzliche Bauten gar nicht zulässig.

Fussball und schönes Wetter

An der Vorjahres-Olma gab es noch weitere Konkurrenz: Das schöne und warme Wetter sowie die Fussballspiele des Nationalteams. «Sie liessen die Umsätze einbrechen.» Die Bilanz für das Festzelt fiel «durchzogen» aus. In der «Appenzeller Stube» im Waaghaus ging der Erlös um etwa zehn Prozent zurück. Dort gibt es eine Namensänderung: Die Stube heisst nun «Waaghaus-Oktoberfest». Die Bezeichnung «Appenzeller» entfällt. Zudem wird dieses Jahr nur eine Musikgruppe engagiert. Keine Veränderung ergibt sich vorerst durch den angekündigten Umbau des «Waaghauses», der sich über 2014 hinaus verzögert.

Rekord beim Fondueverkauf

Das dieses Jahr auf 340 Sitzplätze erweiterte Fonduestübli konnte trotz Fussballs und schönem Wetter 8203 Fondues verkaufen, womit der bisherige Rekord um 1 Fondue übertroffen wurde. Der Walliserstall habe jedoch massiven Umsatzrückgang erlitten. Es habe auch Stimmen gegeben, welche den zu hohen Preis und die Raclette-Qualität bemängelt hätten.

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