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Im Panoramalift zum Hauptbahnhof

RORSCHACH. Rorschach hat knapp 9000 Einwohner, aber drei Bahnhöfe: Hauptbahnhof, Hafenbahnhof, Stadtbahnhof. Am Mittwoch ist beim Hauptbahnhof ein Liftturm eingeweiht worden, der vor mehr als 20 Jahren im inzwischen aufgelösten Stadtparlament lanciert worden war.
Monumental: der neue Panoramalift am Bahnhof Rorschach (Bild: Ralph Ribi)

Monumental: der neue Panoramalift am Bahnhof Rorschach (Bild: Ralph Ribi)

Wo das Gelände steil gegen den See abfällt, hatte für den Hauptbahnhof ein früherer Steinbruch Platz geschaffen. Entsprechend schwierig ist der Zugang. Diesen zu erleichtern und bei Dunkelheit sicherer zu machen, ist in der Bevölkerung seit Jahren ein Anliegen. Anlauf hatte vor mehr als 20 Jahren FDP-Gemeinderat Peter Hirzel genommen. Das Parlament genehmigte seine Motion, strich aber die Idee, auch einen Schräglift zu prüfen. Trotz des Auftrags unternahm der Stadtrat nichts. Die Begründung: «Fehlende finanzielle Mittel» und «Pläne für bessere Erschliessung des Bahnhofs mit Agglobussen».

Neuer Anlauf
Erst in neuer Zusammensetzung nahm der Stadtrat das Anliegen gemeinsam mit dem Gemeinderat Rorschacherberg in Angriff, denn der Hauptbahnhof dient auch den Bahnkunden im Ostteil der Nachbargemeinde und liegt zum Teil auf deren Gebiet. Ein Schräglift (wie die Mühlegg in St.Gallen) wurde geprüft, schied aber aus. Als machbare Lösung für eilige Zugbenützer als auch für gehbehinderte und ältere Leute ergab eine Studie 2007 Lift und Steg. Dafür waren die Kosten auf etwas über eine Million geschätzt worden.

Die Behörden strebten jedoch ein langfristig und besser dienendes Werk an, mit Betonturm für den Lift und gedeckter Passerelle statt offenem Steg, der auf dieser Höhe Unsicherheit bewirken könnte und im Winter ständig von Schnee oder Eis befreit werden müsste.

Wettbewerb durchgeführt
Aus einem Wettbewerb unter drei Architekturbüros ging 2009 der Vorschlag von Alex Buob, Rorschacherberg, als Siegerprojekt hervor. Für die verbesserte Variante stiegen die Kosten auf 1,585 Millionen Franken. Der Gemeinderat beschloss für Rorschacherberg einen Beitrag von 0,5 Millionen, was die Bürger 2010 genehmigten. Der Stadtrat Rorschach liess das Projekt so weiterbearbeiten, dass es noch benutzerfreundlicher, leistungsfähiger und sicherer wurde. So stiegen die Kosten gegen zwei Millionen. Hinzu kommen 130'000 Franken für Sicherheitsmassnahmen im Bahnbetrieb während des Baus und eine Reserve. So ergaben sich Kosten von rund 2,2 Mio. Franken.

Turm mit Balkon
Die Bürgerversammlung von Rorschach bewilligte im Mai 2011 einen Kredit von 1,5 Millionen Franken für den Lift. 200'000 Franken steuert der Kanton bei. Am Mittwoch wurde der Liftturm eingeweiht. Er wurde aus Beton und Glas gebaut. Der Lift für 26 Personen überwindet einen Höhenunterschied von gegen 25 Metern, die Passerelle eine Distanz von rund 45 Metern. Architekt Alex Buob spricht von einem Panoramalift. Oben am Turm befindet sich ein Stadtbalkon, von dem aus auf den Bodensee geschaut werden kann. (sda)

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