Im Notfall rasch und effizient

Die Starrag war am Freitagabend fest in der Hand der Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg. Gebrannt hat es nicht – die Schlussübung war angesagt. Die Feuerwehr zeigte, dass sie auch in unübersichtlichen Gebäuden einsatzfähig ist.

Res Lerch
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RORSCHACHERBERG. Rund 80 Angehörige der Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg absolvierten am Freitagabend bei der Starrag AG die letzte Übung im laufenden Jahr. Die Übungsannahme war, dass sich im kleinen Kaffeeraum im ersten Stock ein Feuer entwickelt hat. Feuer wie auch Rauch breiteten sich aus, und es hatten fünf Personenrettungen stattzufinden. Und diese hatten es in sich, denn in diesem verwinkelten Gebäudekomplex mit den Zwischenböden war es nicht einfach, zu den hilfesuchenden Personen vorzu– dringen.

Alle Fahrzeuge im Einsatz

Als Übungsleiter amtete Vizekommandant Marco Todeschini, und als Einsatzleiter wurde Oberleutnant Beat Mayer eingesetzt. Diesem stand das gesamte Material der Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg zur Verfügung. Für ihn hatten die Rettungen sowie die Brandbekämpfung erste Priorität. Für die Bergung auf der Nordseite setzte er die Hubretterbühne ein, für die Rettungen auf der Südseite mussten die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner über eine Anhängeleiter ins Gebäude steigen. Alles klappte auf Anhieb, und die Rettungen konnten rasch und effizient durchgeführt werden. In der Übungsbesprechung bedankte sich Kommandant Edgar Kohlbrenner bei die Teilnehmenden für deren Einsatz während des Jahres und zeigte sich sehr zufrieden über den Verlauf dieser Schlussübung, die aufgezeigt hat, dass die Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg einsatzfähig ist.

Sieben scheiden aus

Für Einsatzleiter Oberleutnant Beat Mayer war dies die letzte Schlussübung. Nach 25 Dienstjahren ist für ihn Ende Jahr Schluss. Ebenfalls seine letzte Schlussübung absolvierte Wachtmeister Reto Hofmann, der auf 30 Dienstjahre bei der Feuerwehr zurückblicken darf. Mit Wachtmeister Roland Sonderegger (20 Dienstjahre), Wachtmeister Marcel Klarer (20 Dienstjahre), Soldat Andreas Reich (acht Dienstjahre), Soldat Kilian Knechtle (acht Dienstjahre) und Soldatin Angela Knaus (sechs Dienstjahre) waren weitere aktive Feuerwehrler das letzte Mal dabei. Die offizielle Verabschiedung erfolgt dann im Rahmen der Hauptversammlung des Feuerwehrvereins im Februar des kommenden Jahres.

Früchte der Fusion ernten

Vor drei Jahren fusionierten die Feuerwehren von Rorschach und Rorschacherberg zu einer Feuerwehr. Am Freitagabend konnte man sich davon überzeugen, dass die gemeinsame Feuerwehr nach wie vor alle Voraussetzungen besitzt, um im Notfall rasch und effizient Hilfe zu leisten. «Wir ernten jetzt auch, was eigentlich bereits Jahre vor der Fusion angefangen hat», sagt Kommandant Edgar Kohlbrenner. «Heute zahlt sich aus, dass wir schon lange gemeinsam zusammenarbeiteten, uns gemeinsam in den Übungen unterstützt haben und uns so Schritt für Schritt näherten.» Und besonders stolz ist Edgar Kohlbrenner darauf, dass der kameradschaftliche Geist in der Feuerwehr funktioniert. «Das wohl allerbeste Indiz dafür ist die Tatsache, dass die gemeinsame Feuerwehr keine Probleme mit der Rekrutierung von neuen Feuerwehrinteressierten hat», freut sich der Kommandant. Für das neue Jahr können 15 neue Angehörige in die Feuerwehr aufgenommen werden. «Wenn im Korps eine schlechte Stimmung herrschen würde, wäre das so nicht möglich.» Keine Schlussübung ohne kameradschaftlichen Höhepunkt. Nach getaner Arbeit genossen alle noch einige gesellige Stunden im Restaurant Weitsicht im Würth-Gebäude.

Ob in luftiger Höhe oder am Boden, die Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg ist für Notfälle gerüstet. (Bilder: Res Lerch)

Ob in luftiger Höhe oder am Boden, die Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg ist für Notfälle gerüstet. (Bilder: Res Lerch)

Edgar Kohlbrenner Kommandant Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg

Edgar Kohlbrenner Kommandant Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg