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Im Magazin das Chaos zelebrieren

Vier St. Galler planen ein neues Magazin. «Entropie» heisst die offene Plattform für «erzählende Medien»: Texte, Zeichnungen, Fotografien und mehr. Einer der Macher, Pierre Lippuner, erklärt, warum es in seinem Magazin keine Grenzen gibt.
Pierre Lippuner Slampoet und Grafiker (Bild: pd)

Pierre Lippuner Slampoet und Grafiker (Bild: pd)

Vier St. Galler planen ein neues Magazin. «Entropie» heisst die offene Plattform für «erzählende Medien»: Texte, Zeichnungen, Fotografien und mehr. Einer der Macher, Pierre Lippuner, erklärt, warum es in seinem Magazin keine Grenzen gibt.

Herr Lippuner, Sie wollen Comics, Kurzfilme, Gedichte, Hörspiele und Fotos in einem Magazin vereinen. Ist das nicht ein bisschen zu viel Vielfalt?

Genau darum geht es ja! «Entropie» heisst umgangssprachlich «Chaos», und das wollen wir mit dem Magazin zelebrieren. Es soll eine Plattform für alle sein. Es gibt keine Grenzen, was ins Magazin darf und was nicht. Für die erste Ausgabe suchen wir Beiträge von Kreativen aller Art.

Es gibt keine Einschränkung des Mediums, keine Alterslimite oder eine geographische Grenze für die Teilnehmer. Warum nicht?

Uns nerven geschlossene Wettbewerbe für Kreative, und davon gibt es einige. Warum ein Buch nur mit Kurzgeschichten von Jugendlichen veröffentlichen – und wer zu alt ist, darf nicht mitmachen? Wir nehmen den Beitrag eines 65-Jährigen genauso ernst wie den eines Zehnjährigen.

Was ist in diesem «Chaos» das verbindende Element?

Wir suchen Leute, die etwas zu erzählen haben, ganz gleich, ob es ein Maler, eine Fotografin oder ein Slampoet ist. Deshalb nennen wir es auch «Magazin für erzählende Medien».

«Entropie» wird auf Papier gedruckt. Wie lässt sich auf diese Weise ein Kurzfilm oder ein Hörspiel darstellen?

Konkret binden wir solche Beiträge in Form eines QR-Codes ein, der beispielsweise auf die Webseite des Künstlers oder auf ein Video verweist.

Heute kann sich jeder Künstler online präsentieren. Wozu braucht es da noch ein gedrucktes Magazin?

Es geht um die Sammlung: Die Künstler sehen ihre Werke in einer Reihe mit anderen. Ein Magazin ist auch etwas, das man in die Hand nehmen und sagen kann: Da war ich dabei.

Im November soll die erste Ausgabe erscheinen. Wie finanzieren Sie das Projekt?

Die Stadt St. Gallen unterstützt uns, aber vieles läuft auf freiwilliger Basis. Wir haben fast keine finanziellen Mittel, aber das hält uns überhaupt nicht auf. (rbe)

Beiträge können bis 30. April eingereicht werden: www.entropie.me

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