Im hohen Alter die Malerei entdeckt

Bekannte Gesichter blicken von der weissen Wand des Wohn- und Pflegeheims Wienerberg. Dort hat Gisela Bischof derzeit ihre Porträtsammlung «Ode an das Leben» ausgestellt. Zwischen Emily Lieberherr, Johann Heinrich Pestalozzi und Kardinal Koch hängt auch ein Selbstbildnis.

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Gisela Bischof stellt derzeit im «Wienerberg» ihre Porträts aus. (Bild: Michèle Kalberer)

Gisela Bischof stellt derzeit im «Wienerberg» ihre Porträts aus. (Bild: Michèle Kalberer)

Bekannte Gesichter blicken von der weissen Wand des Wohn- und Pflegeheims Wienerberg. Dort hat Gisela Bischof derzeit ihre Porträtsammlung «Ode an das Leben» ausgestellt. Zwischen Emily Lieberherr, Johann Heinrich Pestalozzi und Kardinal Koch hängt auch ein Selbstbildnis. Das kurze weisse Haar und die blauen Knopfaugen sind unverkennbare Merkmale der 91-Jährigen.

Mit dem Malen begonnen hat Gisela Bischof erst vor eineinhalb Jahren. Dazu sagt sie: «Es ist wichtig, jeden Tag zu nutzen. Ich habe bisher insgesamt 200 Porträts gemalt.» Da sie oft die Zeitung las, begann die zweifache Mutter, auf sie interessant wirkende Köpfe abzuzeichnen. Sie ging dabei immer gleich vor: Zuerst malte Gisela Bischof mit Kohle den Grundriss, danach verwendete sie die Aquarell-Technik, um den Bildern etwas Farbe zu verleihen.

«Jeder Mensch ist anders. Ich möchte diese Individualität mit meiner Kunst hervorheben», sagt Gisela Bischof zu ihren Werken. In Zukunft will sie versuchen, auch anwesende Personen zu malen. Das sei aber schwierig. (kal)

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