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IM HOCH: Der Scharfschütze

Roman Mittelholzers Tore waren ein wichtiger Faktor für den guten Saisonstart des Unihockeyclubs Waldkirch-St. Gallen in der NLA. Der Captain wurde mit einem Aufgebot für die Nationalmannschaft belohnt.
Ives Bruggmann
Bereits 14-mal jubelte Roman Mittelholzer in dieser NLA-Saison über einen Treffer. (Bild: Michel Canonica)

Bereits 14-mal jubelte Roman Mittelholzer in dieser NLA-Saison über einen Treffer. (Bild: Michel Canonica)

Ives Bruggmann

ives.bruggmann

@tagblatt.ch

Seine Hauptaufgabe ist es, die Angriffe seiner Mannschaftskollegen zu vollenden. «Shooter» nennt sich diese Rolle im Fachjargon des Unihockeys. Roman Mittelholzer erfüllte diesen Auftrag in den ersten sieben Spielen des Unihockeyclubs Waldkirch-St. Gallen mit Bravour. 14 Treffer erzielte der Stürmer und damit mehr als jeder andere Spieler in der NLA. Diese Ausbeute war der Hauptgrund dafür, dass Nationaltrainer David Jansson den 25-jährigen St. Galler Captain vor rund einer Woche erstmals in seine Auswahl berufen hat. Anlässlich der Euro Floorball Tour vom 2. bis 5. November im bernischen Kirchberg wird Mittelholzer somit die Gelegenheit erhalten, gegen die besten Nationen der Welt sein Können unter Beweis zu stellen.

«Es ist ein Kindheitstraum, der für mich in Erfüllung geht», sagt Mittelholzer zu seinem Aufgebot. Er habe überhaupt nicht damit gerechnet. Als er die E-Mail-Nachricht Janssons erhalten habe, sei er überglücklich gewesen. «Für einen Schweizer Unihockeyspieler ist es etwas vom Höchsten, das man erreichen kann.» Jansson begründete die Nomination Mittelholzers so: «Wir brauchen mehr Skorerqualitäten. Roman erzielt Tore. Er ist auch ein Kämpfer und ein Spieler, der sich ohne Ball clever bewegt.» Komplimente, die Mittelholzer gerne hört. «Solche Aussagen geben mir extrem viel ­zurück, denn ich stecke viel Zeit und Energie in diesen Sport», sagt der Stürmer. Nicht immer lief es für Mittelholzer in der ­Vergangenheit mit Waldkirch-St. Gallen so gut wie derzeit. Viele Jahre musste er mit seinem Team unten durch.

Neue Mentalität bei Waldkirch-St. Gallen

Doch die Auftritte von Waldkirch-St. Gallens aktueller Equipe schüren die Hoffnung, dass die Ostschweizer künftig nicht nur um den Ligaerhalt spielen werden. Dies bestätigt auch Roman Mittelholzer. «Ich glaube, dass ein Sinneswandel stattgefunden hat.» Mittlerweile sei man weg gekommen von einer gewissen Verlierermentalität. «Wir können für jeden Gegner gefährlich sein», ist Mittelholzer vom neuen Spirit im Team überzeugt.

Die Routiniers um die Brüder Thomas und Roman Mittelholzer sowie Jeanot und Chris Eschbach profitieren auch von der ausgezeichneten Nachwuchsarbeit des Vereins. Michael Schiess und ­Julian Alder sind Talente, die mit ihrer Qualität das Niveau des Teams nochmals erhöhen. «Wir wollten immer mit unserem Club, mit Waldkirch-St. Gallen, vorwärtskommen», sagt Mittelholzer. Deswegen sei er nun froh, dass er hier geblieben sei. «Die Entwicklung des Teams zu sehen, ist etwas sehr Schönes.»

Nach Wiler-Ersigen in die Unihockey-WG

Auch abseits der Turnhallen fühlt sich Mittelholzer rundum wohl. Im Sommer hat er in St. Gallen seine erste Stelle als Primarlehrer angetreten. «Die Arbeit macht mir Spass», sagt er. In Kürze wird er zudem mit seinen Teamkollegen Roman Brülisauer und Moreno Sonderegger zusammenziehen. «Eine Unihockey-WG», freut sich der 25-Jährige. Vor dem Umzug stehen aber noch die zwei Partien vom Wochenende in der NLA und im Cup gegen Wiler-Ersigen an. «Wir glauben in jedem Spiel an den Sieg», sagt Mittelholzer und untermalt damit das aktuelle Selbstbewusstsein.

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