Im Herbst den Aufstieg verpasst

Der FC Rheineck hat mit zehn Siegen und einem Remis eine beinahe perfekte Frühjahrsrunde gespielt. Gleich sieben Spieler weisen eine Bilanz von mindestens fünf Torerfolgen und mehr auf. Den Aufstieg in die 2. Liga haben die Fussballer schon im Herbst verpasst.

Gerhard Huber
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Didi Metzler Trainer FC Rheineck (Bild: Gerhard Huber)

Didi Metzler Trainer FC Rheineck (Bild: Gerhard Huber)

RHEINECK. Nur ein Punkt trennt in der Abschlusstabelle der 3. Liga, Gruppe 2, den Aufsteiger Buchs vom Zweiten, dem FC Rheineck. In einer furiosen Rückrunde haben die Schützlinge von Trainer Didi Metzler nur im Derby gegen Staad beim 1:1 Punkte liegenlassen. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt Mitte April gedacht, dass Rheineck ohne den Verlust dieser zwei Zähler am Schluss die damals gefühlt uneinholbaren Kicker aus Buchs am Ende aller Tage hinter sich gelassen hätten?

Den Aufstieg verpasst haben die Rheinecker in einer zwar gesamt guten, aber noch nicht überaus konstanten Hinrunde im Herbst. Einige Niederlagen wie gegen Sevelen, Balzers II und Staad sowie die Heim-Unentschieden beim harzigen Start gegen Au-Berneck und Rüthi bedeuteten zum Abschluss der Herbst-Tabelle den fünften Platz mit neun Punkten Rückstand auf Leader Buchs.

Grosses Offensivpotenzial

Im Frühjahr konnte Trainer Didi Metzler die Früchte seiner Arbeit einfahren. Sein Team, eine geglückte Mischung aus Routiniers und Nachwuchsspielern, zeigte sein den meisten Konkurrenten überlegenes technisches Können und Offensivpotenzial. Trotz meist stabiler und gediegener Abwehrarbeit erzielte fast jedes Mitglied im Laufe der Saison zumindest ein Tor. Die Gefährlichkeit der Mannschaft resultierte daraus, dass es den Gegnern nicht möglich war, sich auf einen einzelnen Goalgetter und Knipser zu konzentrieren. Gleich sieben Spieler der Rheinecker weisen eine Bilanz von mindestens fünf Torerfolgen und mehr auf. Bester Torschütze war Mittelfeldstratege Blerim Ibrahimi, der den Gegnern elfmal den Ball in den Kasten setzen konnte.

Zu viele Strafpunkte

Sportchef Franco Frisenda sieht noch Verbesserungspotenzial: «Wir haben zweifellos zu viele Strafpunkte gesammelt, was gegen den FC Buchs ein Handicap war. Zu Beginn der Saison hatten wir uns den fünften Platz als Minimalziel vorgenommen. Niemand hätte damals gedacht, dass wir dem Aufstieg so nahe kommen.» Aufgrund von altersbedingten Rücktritten, wie jenem von Captain Stefan Schlegel, und wegen der üblichen Abgänge werde man drei, vier gute Spieler holen müssen. Wie von Frisenda zu erfahren war, bleibe der Kern der Mannschaft aber zusammen. Und nach der Kaderzusammenstellung bis in etwa drei Wochen werde man mit dem Trainer Ziele für die neue Saison definieren.

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