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Im Hauptquartier der Gesetzeshüter

In Buriet unterhält die Kantonspolizei St. Gallen einen grossen Stützpunkt. Hier werden die Einsätze in der Region Rorschach koordiniert. Nebst Pistolen und Handschellen gibt es auf der Polizeistation auch Kindersitze. Und eine Spezial-Zelle.
Martin Rechsteiner

Mitten im Thaler Industriegebiet, durch sein graues Äusseres kaum auffällig, steht der Polizeistützpunkt Buriet. Er ist das Hauptquartier der Regionalpolizei Bodensee-Rheintal, einer von vier Polizeiregionen der Kantonspolizei St. Gallen. Das Gebiet der Region reicht von Oberriet bis nach bis Muolen, geleitet wird sie von Leutnant Alfred Sonderer. Seit über 20 Jahren ist der 44-Jährige bei der Kantonspolizei, acht davon verbrachte er in der Region Rheintal-Bodensee auf dem Stützpunkt Buriet. Sein Büro befindet sich im ersten Stock. Der Gang im Trakt des bald 20jährigen Gebäudes lässt mit seinem pastellgrünen Boden und der weissen Wand Erinnerungen an ein Spital aufkommen. Bei genauerem Hinsehen verschwinden diese jedoch schnell. In einem grossen Raum neben dem Eingangsbereich des Gebäudes befindet sich die Einsatzzentrale. An den Wänden sind Karten der Region aufgehängt. Auf Bildschirmen flimmern Überwachungsbilder. Darunter ist ein Abschnitt der Rheintal-Autobahn schematisch aufgezeichnet mit ihren Ausfahrten, Tunnels und Verzweigungen. «Die Zentrale wird bald abgebrochen», sagt Sonderer. In Zukunft werde alles von St. Gallen aus koordiniert, viel mehr als einige Bildschirme brauche es dann nicht mehr. «Ein grosser Raum mit mehreren Arbeitsstationen wird überflüssig.»

In der grossen Garage, im linken Teil des Gebäudes, befindet sich nebst einem Grossteil der Ausrüstung, der Fuhrpark des Polizei-Stützpunktes. Nebst Streifenwagen und mobilen Einsatzzentralen gibt es auch Gefängnis-Wagen. Sonderer geht zu einem weissen Kleinbus und öffnet die Heckklappe. Zum Vorschein kommen Gitterstäbe. Im Wageninneren befinden sich zwei Zellen, die je zwei Personen aufnehmen können. «Eigentlich übernimmt eine Sicherheitsfirma die Gefangenentransporte für uns», sagt Sonderer. «Für Einzelfälle haben wir aber dieses Fahrzeug.»

Ein Kindersitz für alle Fälle

Auf einem der Metallschränke in der Garage liegt ein Kindersitz. «Die Polizei ist für jeden Fall gerüstet», sagt Sonderer. Er kommt zum Einsatz, wenn eine Person mit Kindern aufgegriffen wird. Oder bei Ausschaffungen. «Auch das gehört zu den Aufgaben der Polizei», sagt Sonderer ernst.

Dann führt er ins Kellergeschoss zu den Zellen. Für sieben Insassen bietet der Stützpunkt Platz. «Gefangene verbringen in der Regel nur eine Nacht hier, danach werden sie, je nach Delikt, in ein Gefängnis gebracht oder wieder freigelassen», sagt Sonderer. «In die spezielle Zelle für den Polizeigewahrsam kommen Festgenommene, die durch ihr Verhalten sich selbst oder andere gefährden», fährt er fort und öffnet eine der massiven Zellentüren aus Stahl. Dahinter befindet sich ein gefliester Raum mit einem Bett in der Ecke und einem Steh-Urinal. «Hier gibt es keine Einrichtung, die zerstört oder dazu missbraucht werden könnte, jemandem etwas anzutun.»

Wenige Türen weiter, in Regalen in einem Nebenraum, sammeln sich konfiszierte Gegenstände, teilweise verpackt in Plastiktüten oder Papiersäcke. «Hier bewahren wir sichergestelltes, ungefährliches Deliktsgut und Beweismaterial auf», sagt Sonderer. So gibt es dort zum Beispiel Filzstifte, mit denen Vandalen im Zug Schaden angerichtet haben. Oder ein selbstgemachtes Schild, das jemand zur Warnung vor einer Radarfalle aufgestellt hatte. «Gewisse Leute sind sehr kreativ, doch das ist nicht erlaubt», sagt Sonderer.

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