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«Im Grund» als Reserve

Der Stadtrat lehnt eine Umzonung des Gebiets «Im Grund» ab. Es gibt für ihn keinen Anlass, die Baulandreserve in eine Grünzone umzuwandeln, wie dies in einer Motion gefordert wird.
Tobias Hänni
«Riedwiese und naturnaher Wald»: Das Gebiet «Im Grund» liegt heute in der Wohn-Gewerbezone. Der Stadtrat möchte, dass dies so bleibt. (Bild: Tobias Hänni)

«Riedwiese und naturnaher Wald»: Das Gebiet «Im Grund» liegt heute in der Wohn-Gewerbezone. Der Stadtrat möchte, dass dies so bleibt. (Bild: Tobias Hänni)

Der Stadtrat möchte das Gebiet «Im Grund» im Riethüsli in der Wohn-Gewerbezone belassen. Dies schreibt er in seiner Antwort auf eine Motion des Grünen Thomas Schwager. Dieser fordert zusammen mit 29 anderen Parlamentariern die Umwandlung des Gebiets in eine Grünzone.

Der Grund für den Vorstoss: Im Februar hatte das Stadtparlament einer Einzonung im Riethüsli für betreute Alterswohnungen zugestimmt. Schwager wollte dazumal, dass die Parzellen an der Demutstrasse nicht ersatzlos von einer Grünzone in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umgewandelt werden. Als Kompensation dränge sich «Im Grund» geradezu auf: Der Richtplan bezeichne es als Gebiet mit «Riedwiese, naturnahen Strukturen und naturnahem Wald».

Kritik an Kompensation

In seiner Antwort stört sich der Stadtrat grundsätzlich an der geforderten Kompensation bei Einzonungen. Von einer solchen «Kompensationspflicht» sei in St. Gallen nie die Rede gewesen, insbesondere auch nicht im Rahmen der intensiven Beratungen über den Richtplan.

«Vielmehr bestand in der politischen Diskussion Einigkeit darüber, dass die Stadt sehr massvoll mit der Ausscheidung von Bauland umgeht.» Die Forderung komme «praktisch einer Plafonierung der Baulandfläche in der Stadt» gleich. Der Stadtrat warnt in seiner Antwort «nachdrücklich vor einer unbedachten Abkehr von den bisherigen raumplanerischen Grundsätzen und der Einführung von Plafonierungen im Zonenplan».

Bauzonenfläche rückgängig

Gerade im Riethüsli, fährt der Stadtrat fort, zeige sich der sorgfältige Umgang mit dem Zonenplan und der Ausscheidung von Baulandreserven. Heute würden in dem Stadtteil sogar kleinere Bauzonen ausgeschieden, als im Zonenplan von 1980 vorgesehen. «So war früher das ganze Gebiet Watt und Ringelberg bis weit in den Hang hinauf eingezont.» Inzwischen sei diese Bauzone drastisch verkleinert worden, jene in der Ruckhalde ebenfalls.

Aus diesen Überlegungen beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament, die Motion als nicht erheblich zu erklären. «Es besteht kein Anlass, diese gut erschlossene Baulandreserve innerhalb eines Quartiers aufzugeben.» Bei einer Auszonung müsse die Stadt als Grundeigentümerin einen Buchwert von rund 300 000 Franken abschreiben. Schwerer wiege jedoch der Verlust einer wertvollen Reserve an interessanter Lage.

Naturwerte respektieren

Der Stadtrat bekräftigt aber, dass die Stadt bei einer allfälligen Überbauung des Areals in der Pflicht sei, die Naturwerte im Gebiet «Im Grund» zu respektieren und nötigenfalls Einschränkungen bei der Ausnutzung hinzunehmen.

Dies könne beispielsweise durch die Einhaltung von entsprechenden Abständen oder durch eine verdichtete Bauweise in ökologisch weniger wichtigen Bereichen geschehen. «Ähnliche oder vergleichbare Einschränkungen bestehen für zahlreiche andere Gebiete innerhalb der Bauzonen», schreibt der Stadtrat.

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