Im Gleichschritt mit dem Kanton

Am gestrigen Abstimmungssonntag wurde auch noch über eine eidgenössische und zwei kantonale Vorlagen entschieden. Im Wahlkreis St. Gallen resultierten zwei Ja und ein Nein.

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Ja zur Revision der Arbeitslosenversicherung (ALV). Nein zu um eine Stunde verlängerten Ladenöffnungszeiten. Ja zur S-Bahn St. Gallen 2013. Im Wahlkreis St. Gallen-Gossau wurde am gestrigen Abstimmungssonntag für einmal gleich gestimmt wie im Kanton. Für minime Abweichungen sorgte die Stadt St. Gallen.

ALV: Skepsis in der Stadt

Im Kanton wurde die im Vorfeld heftig umkämpfte Revision der Arbeitslosenversicherung mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 60,1 Prozent gutgeheissen. Der Wahlkreis St.

Gallen-Gossau stimmte zwar immer noch deutlich, aber nur mit einem Ja-Anteil von 56,8 Prozent zu. Diese Abweichung ist dem städtischen Resultat zu verdanken: Hier hatte es die Vorlage mit nur 52,6 Prozent Ja schwerer als in den anderen Gemeinden des Wahlkreises. In Gossau etwa sprachen sich 63,1 Prozent der Stimmenden dafür aus.

Öffnungszeiten chancenlos

Eine klare Sache im Kanton wie im Wahlkreis St. Gallen-Gossau war das Nein zur Verlängerung der Ladenöffnungszeiten um eine Stunde. Kantonsweit lehnten 63,5 Prozent der Stimmenden diese kantonale Vorlage ab, im Wahlkreis waren es sogar 65,9 Prozent. In der Stadt St. Gallen sagten 64,7 Prozent Nein, in der Stadt Gossau waren es sogar 68,9 Prozent.

Diese klaren Voten auch in städtischen Gebieten überraschen angesichts der landläufigen Annahme, dass längere Ladenöffnungszeiten den Lebensgewohnheiten in Agglomerationen entgegenkommen und daher auch einem Wunsch breiter Bevölkerungsschichten entsprechen.

Unbestrittene S-Bahn

Ähnlich problemlos wie in der Stadt die Steinach-Vorlage hat gesamtkantonal die S-Bahn 2013 die Abstimmungshürde genommen. Kantonsweit sagten 80,8 Prozent zu diesem Projekt Ja. Im Wahlkreis St.

Gallen-Gossau taten dies sogar 81,2 Prozent der Stimmenden. In der Stadt St. Gallen resultierte dazu ein Ja-Stimmen-Anteil von 81,8, in Gossau ein solcher von 79 Prozent.

Hohe Beteiligung in der Stadt

Die Rangliste der Stimmbeteiligung im Wahlkreis St. Gallen-Gossau führt für den gestrigen Sonntag die Stadt St. Gallen mit 44,6 Prozent an. Auf Platz zwei landete Gaiserwald mit 42,9, auf Platz drei Eggersriet mit 41,8 Prozent. Dicht dahinter liegen Gossau mit 41,5, Muolen mit 41,2 und Andwil mit 41 Prozent.

In Wittenbach stimmten 39,9 Prozent der Berechtigten, in Häggenschwil 31,2 und in Waldkirch 36,1.

Neun Gemeinden

Zum Wahlkreis St. Gallen-Gossau gehören die Städte, die ihm den Namen geben, nämlich St. Gallen und Gossau. Dazu kommen Eggersriet, Wittenbach, Häggenschwil, Muolen, Waldkirch, Andwil und Gaiserwald. Mit Abstand grösste politische Gemeinde ist die Stadt St. Gallen. Hier waren gestern 44 753 Personen stimmberechtigt. (vre)