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IG Stiller zum Schweigen der Domglocken

Die IG Stiller reagiert im Glockenstreit auf eine Aussage zu den Glocken der Kathedrale im gestrigen Tagblatt-Artikel.

Im Streit um den nächtlichen Glockenschlag meldet sich nach den Aussagen der Kirchgemeinden wieder die IG Stiller zu Wort. In einer Medienmitteilung nimmt die Vereinigung, welche sich laut eigenen Angaben schweizweit «gegen den übermässigen und überlauten Gebrauch von Kirchenglocken einsetzt», eine Aussage des Präsidenten der Katholischen Kirchgemeinde auf. Dieser wurde in der gestrigen Tagblatt-Aussage mit dem Satz zitiert: «Die Domglocken sind die letzten, die wir abstellen würden.»

Die ersten abgestellten Glocken

Die IG Stiller stellt in ihrem Schreiben nun aber fest, dass der «Stundenschlag der Klosterglocken seit mehreren Tagen verstummt» sei. Damit seien die Domglocken nicht die letzten Glocken – wie der Kirchgemeindepräsident gesagt habe –, welche abgestellt würden, sondern die ersten. Man gehe aber davon aus, dass dies weniger aus Rücksicht auf die Anwohner geschehe, heisst es weiter. Vielmehr wird vermutet, man wolle damit den Festspielbesuchern die Musikvorführung nicht verderben.

Denn wie in anderen Jahren stimme das Schweigen der Glocken zeitlich genau mit den Freiluftvorführungen der St. Galler Festspiele auf dem Klosterplatz überein.

Weil der Kirchgemeindepräsident einerseits die Domglocken zuletzt abstellen würde, anderseits diese aber derzeit nachts nicht schlagen, will die IG Stiller Fragen beantwortet haben.

Fragen an Katholiken

Die IG Stiller frage nun «im Namen einer lärmgeplagten Minderheit» die Katholische Kirchgemeinde St. Gallen wie auch den katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen – dieser sei konkret für die Domglocken verantwortlich –, wieso der Stundenschlag während der St. Galler Festspiele abgestellt werde. Falls dies aus Rücksicht auf die Operngäste geschehe, stellt sich der IG Stiller eine zweite Frage.

Nämlich warum die Anwohner der umliegenden Häuser, die dem genau gleichen Lärmpegel wie die Festspielbesucher ausgesetzt seien, selbst morgens um drei Uhr und achtmal stündlich mit Glockengebimmel gestört würden. (pd/kl)

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