IG Kultur appelliert an das Stadtparlament

GOSSAU. Der Vorstand der IG Kultur, der sich in einer Mitteilung als «Sprachrohr der kulturschaffenden Vereine» bezeichnet, habe sich an seiner letzten Sitzung mit den Sparvorschlägen des Gossauer Stadtrates auseinandergesetzt.

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GOSSAU. Der Vorstand der IG Kultur, der sich in einer Mitteilung als «Sprachrohr der kulturschaffenden Vereine» bezeichnet, habe sich an seiner letzten Sitzung mit den Sparvorschlägen des Gossauer Stadtrates auseinandergesetzt. Er stelle fest, dass an vielen Positionen, bei welchen in den vergangenen Jahren «mit grosser Energie und viel ehrenamtlichem Einsatz kleine Schritte erkämpft wurden», der Rotstift angesetzt werden soll. Zusammen mit der IG Sport sei etwa die Vereinsseite in der «Gossauer Zeitung» geschaffen worden. Ausserdem seien Stadtbibliothek und Ludothek «zugunsten aller Gossauer» auf neue Beine gestellt worden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Rotstift bei IG-Mitgliedern

Die Nachwuchsförderung der Musikschule Fürstenland mit den lokalen Musikvereinen habe verbessert werden können. Jedes Mitglied der IG Kultur werde durch den Rotstift betroffen: Lesen, Spielen, Musizieren, Theaterspielen oder im Gymnasium Friedberg vor Ort die Matura erreichen zu können, seien Werte, die letztlich den Lebensraum Gossau aufwerteten.

In der heutigen schnelllebigen und digitalisierten Zeit sei es wichtig, dass eine moderne Gesellschaft auch die kulturellen Werte hege und pflege und dafür Zeit, Energie und auch Finanzen investiere, schreibt die IG Kultur.

Lieber die Steuern erhöhen

Ihr Vorstand könne daher nicht hinter all den Sparmassnahmen des Stadtrates stehen. Zuerst werde gefördert, dann wieder gespart. Diese Hüst- und Hott-Politik lasse den Schwung vieler Bürger verkümmern, zumal durch die Sparvorschläge fast alle Gossauerinnen und Gossauer eine nachteilige Entwicklung akzeptieren müssten. «Das kann es doch nicht sein», schreibt die IG Kultur weiter. Ihr sei klar, dass aufgrund der aktuellen Situation etwas passieren müsse. «Warum nicht einfach den Steuerfuss wieder anheben?», fragt die IG in ihrer Medienmitteilung. Ihr sei eine attraktive, lebenswerte Stadt viel wichtiger als ein niedriger Steuerfuss. Der Scherbenhaufen, der nun zu entstehen drohe, hätte irreversible und irreparable Folgen. Die IG Kultur gehe davon aus, dass viele Bürger einem Mehraufwand an Steuergeldern den Vorrang geben würden.

Der Vorstand der IG Kultur erwarte, dass das Parlament diese Aspekte an der Sitzung vom 24. September berücksichtige, sich nicht vor seiner Verantwortung drücke und weitsichtige Entscheide fälle. (pd/jw)

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