Ideen für den Kreisel

Die Bauarbeiten am neuen Kreisel am Spisertor sind abgeschlossen. Im nächsten Frühling soll das Bauwerk noch bepflanzt werden. Der Zaun in der Mitte des Kreisels wirft aber Fragen auf.

David Gadze
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Der Holzzaun soll bei Schnee Autofahrer davon abhalten, durch den Kreisel zu fahren. (Bild: David Gadze)

Der Holzzaun soll bei Schnee Autofahrer davon abhalten, durch den Kreisel zu fahren. (Bild: David Gadze)

Wer zurzeit den neuen Spisertor-Kreisel passiert, reibt sich verwundert die Augen: Seit einigen Tagen wird die kleine Grünfläche in der Mitte des Kreisels von einem Holzzaun umrahmt. Einen Eingang sucht man vergeblich. Die Botschaft ist unmissverständlich: Zutritt verboten! Welchem Zweck die Umzäunung dienen soll, ist auch beim Blick ins Innere nicht erkennbar.

Weide, Parkplatz, A1-Zubringer

Bereits kursieren erste Ideen, wie man diese innerstädtische Landreserve sinnvoll nutzen könnte. Beispielsweise als Weide für Kühe oder Schafe. Wobei diese Lösung Wasser auf die Mühlen jener sein dürfte, welche Kreiseln Dorfcharakter attestieren. Städtischer wäre dann schon eher eine Nutzung als Parkplatz. Finanzminister Thomas Scheitlin könnte einen Zustupf für die marode Stadtkasse ohnehin gut gebrauchen.

Denkbar wäre dort auch eine Zufahrt für eine neue Tiefgarage. Diese könnte die langen Wege zu den Parkhäusern Spisertor und Burggraben verkürzen. Oder gar ein zweiter Ast des geplanten Autobahnzubringers. Denn während die Verlängerung der Teilspange vom Güterbahnhofareal bis zur Liebegg den Appenzeller Verkehr aus Teufen schlucken soll, könnte eine zweite unterirdische Röhre bis zum Spisertor den Verkehr aus Speicher und Trogen vor den Toren der Altstadt abfangen.

Im Frühling bepflanzen

Wie auch immer die Umnutzung ausfällt, sie dürfte keine allzu lange Zukunft haben. Denn beim Holzzaun handle es sich bloss um ein Provisorium, wie Notker Schmid, Leiter Strassenbau beim städtischen Tiefbauamt, bestätigt. Im Frühling soll der sogenannte Innenkreisel mit einer Hecke bepflanzt werden. Das mache jetzt, wenn der Winter vor der Türe steht, keinen Sinn. Den Holzzaun brauche es aber, um die «Lesbarkeit der Strassenanlage» zu gewährleisten, wenn Schnee auf dem Kreisel liegt. Oder vereinfacht gesagt: Es soll niemand quer durch den Kreisel fahren, weil er ihn nicht als solchen erkennt.

Denkbar wäre auch eine Nutzung als Weide. Oder als Parkplatz. (Bild: Fotomontage: Hugo Truessel)

Denkbar wäre auch eine Nutzung als Weide. Oder als Parkplatz. (Bild: Fotomontage: Hugo Truessel)

Auch Schafe könnten grasen im Kreisel – das Mähen des Rasens würde unnötig. (Bild: Fotomontage: Philipp Schönbächler)

Auch Schafe könnten grasen im Kreisel – das Mähen des Rasens würde unnötig. (Bild: Fotomontage: Philipp Schönbächler)