«Ich werde beim Marktplatz sehr genau hinschauen»

Neu im Parlament

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Mit der Wahl ins St. Galler Stadtparlament tritt Oskar Seger (FDP) in die Fussstapfen seines Vaters, SVP-Parlamentarier Heini Seger. Doch will er in der Politik seine eigenen Akzente setzen. Sein erstes Votum hat er bereits gehalten. Seinen Fokus legt er auf die Umgestaltung des Marktplatzes und die Umsetzung des Baugesetzes.

Was hat Sie in den ersten Sitzungen im Stadtparlament überrascht?

Ich habe den Betrieb schon relativ gut gekannt. Ich war bereits vor meiner Wahl Mitglied im Sportclub des Parlaments und wusste von meinem Vater, was mich erwartet. Ich bin jedoch überrascht über das Ausmass der interdisziplinären Arbeit. Man erhält so eine breite Übersicht über die Themen der Stadt.

Wie ist es, mit Ihrem Vater im Parlamentssaal zu sitzen, jedoch in einer anderen Fraktion?

Ich fühle mich in der FDP zu Hause. Natürlich höre ich auf die Meinung meines Vaters. Er gibt mir auch Tipps. Doch vertrete ich die Haltung meiner Fraktion.

Welche Tipps hat der Vater Ihnen denn gegeben?

Nach meinem ersten Votum im Stadtparlament zur Videoüberwachung war ich gespannt auf das Urteil meines Vaters. Es fiel zum Glück positiv aus. Er hat mir auf den Weg gegeben, dass es sehr wichtig sei, sich gut über die Themen zu informieren und erst dann etwas zu sagen.

Auf welche Themen werden Sie sich in Zukunft fokussieren?

Ich bin als gelernter Bauingenieur natürlich an Themen rund um das Thema Bau interessiert. So werde ich bei der Umgestaltung des Marktplatzes und bei der Umsetzung des Baugesetzes sehr genau hinschauen.

Bei der Debatte um die Tagesbetreuung haben Sie sich zurückgehalten. Wieso?

Ich habe meinem Parteikollegen Karl Schimke das Wort gelassen. Ich habe sein Votum jedoch vor der Sitzung gelesen. Wir Neuen der FDP unterstützen uns. (ren)

Am 1. Januar hat das neugewählte Stadtparlament seine Arbeit aufgenommen. Angetreten sind auch zehn Neue. Die Stadtredaktion lässt sie hier zu Wort kommen.