«Ich schätze die Kreativität»

Nachgefragt

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Die PHSG verzeichnet wieder mehr Anmeldungen von Männern (siehe Text unten). Einer von ihnen ist Samuel Braunwalder aus Untereggen.

Samuel Braunwalder, warum wollen Sie Lehrer werden?

Die Gründe sind sehr vielfältig. Ich schätze die Kreativität. Der Lerninhalt in der Primarstufe ist noch nicht so abstrakt und von persönlichem Interesse. Kinder in der Primarschule gehen grösstenteils noch gerne zur Schule. Ich habe über die Jahre erkannt, dass es mir liegt, verschiedene Thematiken zu erklären. Die Arbeit bringt eine hohe Selbstständigkeit mit. Das gefällt mir sehr gut, auch wenn es sehr fordernd ist.

Was haben Sie vor dem Studium gemacht?

Eine Detailhandelslehre im Bereich Sport und anschliessend drei Jahre dort gearbeitet. Danach trieb es mich in die weite Welt hinaus. Nach meiner Rückkehr arbeitete ich auf dem Bau, um den Winter wieder auf Reisen zu verbringen. 2016 habe ich den Vorkurs für die PH bestanden.

Die Lehrer sind in der Unterzahl. Woran liegt das?

Das ist mir ein Rätsel. In der Öffentlichkeit wird der Beruf als Frauenberuf wahrgenommen. Vielleicht haben die meisten Männer andere Ambitionen.

Wünschten Sie sich mehr männliche Studienkollegen?

Ich bin mit vier Männern in der Klasse. Klar wäre es von Vorteil, wenn es ausgeglichener wäre, da Männer und Frauen doch oft ein wenig anders ticken. Trotzdem schätze ich die Zusammenarbeit mit Frauen sehr, da ich auch schon in Männerdomänen gearbeitet habe. Das ist nicht gleich spannend. (lim)