«Ich kann es immer noch geniessen»

Es war nicht sein erstes Kinderfest, aber sein erstes als städtischer Schuldirektor. Markus Buschor erzählt, wie er den gestrigen Tag erlebt hat, und verrät, wo er beim Festablauf bereits dreinreden durfte. Herr Buschor, wie lange sind Sie schon auf den Beinen?

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Es war nicht sein erstes Kinderfest, aber sein erstes als städtischer Schuldirektor. Markus Buschor erzählt, wie er den gestrigen Tag erlebt hat, und verrät, wo er beim Festablauf bereits dreinreden durfte.

Herr Buschor, wie lange sind Sie schon auf den Beinen?

Zum Kinderfest gehören gewisse Rituale. Eines davon ist das Frühstück auf dem Festplatz um fünf Uhr morgens.

Daran haben Sie teilgenommen?

Ja. Danach bin ich kurz ins Büro, um mir ein paar Begrüssungsworte zurechtzulegen. Ab 8.15 Uhr war ich im Textilmuseum, anschliessend ab neun Uhr dann am Umzug.

Sie sind nicht mit Ihren Amtskollegen spaziert, sondern haben zusammen mit vier Schülern am Umzug teilgenommen. Warum?

Weil es eben ein Kinderfest ist. Es war ein gutes Gefühl.

Es entspricht aber nicht der Tradition. War es Ihr Wunsch, diesen Punkt des Festablaufs zu ändern?

Ja. Ich habe mir schon früh überlegt, wie ich als Schuldirektor beim Kinderfest dreinreden könnte. Aber im Ernst: Dass der Schuldirektor nicht mit seiner Entourage, sondern zusammen mit Kindern am Umzug spaziert, wird dem Fest gerecht.

Schuldirektor ist nicht immer ein angenehmer Job. Gehört das Kinderfest zu den schönen Seiten Ihres Amtes?

Nein, so würde ich das nicht sagen. Das Kinderfest gehört ja nicht zu meinem Kerngeschäft, sondern ist sozusagen ein glückseliger Ausnahmezustand. Die tägliche Arbeit und die Erfolge im Alltag sind in meinem Job aber mindestens so wichtig.

Können Sie das Fest in Ihrer Funktion überhaupt noch geniessen?

Da hatte ich in der Tat meine Bedenken. Seit ich siebzehn bin, habe ich an jedem Kinderfest teilgenommen. Auch diesmal habe ich mich riesig gefreut auf diesen Tag. Jetzt kann ich sagen: Ja, ich kann es zum Glück immer noch geniessen.

Was war Ihr persönliches Highlight?

Ich kann mich nicht auf einen Höhepunkt beschränken. Das fing heute morgen schon beim Umzug an und zog sich weiter durch den Tag. Ich habe dankbare Leute erlebt, ein begeistertes Publikum und grossartige Darbietungen auf den Bühnen.

Wo werden Sie beim nächsten Kinderfest dreinreden?

Das verrate ich noch nicht. Es ist ja ein sehr traditionelles Fest, und ich finde es wertvoll, dass man solche Traditionen pflegt. Aber gerade die diesjährige gelungene Zusammenarbeit mit dem Textilverband hat gezeigt, dass man auch das Kinderfest sanft anpassen kann. (rbe)