Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Ich habe Menschen gerne»

Die 115. Hauptversammlung des SC Brühl wählt einen neuen Präsidenten. Den Mitgliedern wird ein Mann zur Wahl vorgeschlagen, der beim SC Brühl bis jetzt F-Junioren trainierte: Christoph Zoller über seine Motivation und die Ziele, die er mit dem Verein erreichen will.
Daniel Wirth
Christoph Zoller vor der Speaker-Kabine des SC Brühl im Paul-Grüninger-Stadion. (Bild: Daniel Dorrer)

Christoph Zoller vor der Speaker-Kabine des SC Brühl im Paul-Grüninger-Stadion. (Bild: Daniel Dorrer)

Herr Zoller, Sie trainierten bis vergangene Saison Junioren. Jetzt wollen Sie neuer Präsident des Stadtsanktgaller Traditionsvereins SC Brühl werden. Was motiviert Sie, diese Aufgabe zu übernehmen?

Christoph Zoller: Der Fussball hat mir viel gegeben. Jetzt kann und will ich mich einbringen und etwas zurückgeben, damit die nächste «Kronen»-Generation das auch von sich sagen kann. Ich habe das Amt nicht gesucht. Die Findungskommission hat mich angefragt und nach reiflicher Überlegung bin ich zum Schluss gekommen: Ich mach's.

Sie sind Inhaber der Zoller Investment AG und der Prosicuro AG und gleichzeitig Präsident der Gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Grüner Ring. Arbeit hätten Sie eigentlich schon genug, oder?

Zoller: Das stimmt. Doch ich habe mir vorgenommen, durchschnittlich einen Tag in der Woche für den SC Brühl tätig zu sein. Ich kann mir das einrichten. Meine Firmen stehen solide da. Ich habe gute Mitarbeiter und bin finanziell unabhängig.

Werden Sie Mäzen und eigenes Geld in den Verein einschiessen?

Zoller: Nein, das werde ich nicht. Aber ich werde mein Netzwerk nutzen und dadurch finanzielle Mittel für den Club generieren.

Sie haben Affinität zum FC St. Gallen, waren dort Mitglied einer Donatorenvereinigung und Sie engagieren sich für den Nachwuchs beim Future Champ Ostschweiz. Hand aufs Herz: Brühl oder FCSG?

Zoller: Das ist ein Punkt, den ich nicht so eng sehe. Ich bin ins Krontal hineingeboren worden. Als ich Vater offenbarte, ich wolle Fussball spielen, antwortete er: Du gehst zum SC Brühl. Punkt. Doch diese Zeiten sind passé, hoffe ich zumindest. Ein harmonisches Nebeneinander beider Fussball-Clubs muss möglich sein, dafür setze ich mich ein.

Zwischen dem SC Brühl und dem FC St. Gallen herrschte schon immer Rivalität. Woher rührt sie?

Zoller: Das ist zum einen historisch bedingt und reicht sehr weit zurück. Zum anderen spielten der SC Brühl und der FC St. Gallen unlängst beide in der Challenge League und begegneten sich sportlich auf Augenhöhe. Da schenkt man sich nichts. Solche Beispiele gibt es aber auch in anderen Städten: Etwa GC und FC in Zürich, oder Real und Atlético in Madrid.

Wird der SC Brühl unter Ihrer Führung mit dem FCSG kooperieren?

Zoller: Darüber müssen wir sprechen. Ich fände es schön und sinnvoll, wenn man in Sachen Zusammenarbeit beim FC St. Gallen nicht westwärts schaute, sondern zuerst ins Krontal.

Geht es etwas konkreter?

Zoller: Der SC Brühl gibt seine stärksten Junioren ab an den FC St. Gallen, was mich nicht ärgert, sondern stolz macht. Jetzt sind die Reserven des FC St. Gallen abgestiegen aus der Promotion League. Was spricht dagegen, dass Spieler, die in St. Gallens Fanionteam nicht reüssieren, bei Brühl in der Promotion Leauge Praxis sammeln uns verstärken?

Wohin möchten Sie den SC Brühl sportlich führen? Im Moment ist der Club Nummer 2 in der Stadt und Nummer 3 der Ostschweiz.

Zoller: Die erste Mannschaft des SC Brühl soll sich an der Spitze des Schweizer Amateurfussballs etablieren, mit Rängen 1 bis 4 in der Promotion League. Die meisten Brühler Juniorenmannschaften gehören regional zu den besten. Das muss so bleiben. Schön wäre, wenn alle Kinder, die wollen, bei uns spielen könnten. Im Moment gibt es Wartelisten.

Was gefällt Ihnen am SC Brühl?

Zoller: Der heutige Vorstand unter René Hungerbühler hat hervorragende Arbeit geleistet. Der Club ist gesund. Es geht hier familiär und kollegial zu und her. Man hilft sich. Das gefällt mir. Denn ich habe Menschen gerne.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.