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«Ich bin kein Politiker»

Nachgefragt

Obwohl er nie offiziell als Nachfolger von Alex Brühwiler genannt wurde, werfen diese Woche gleich zwei Leserbriefschreiber den Namen Heinz Loretini als Kandidaten für das Stadtpräsidium auf. Sie nehmen damit ein Gerücht auf, das in Gossau seit einiger Zeit kursiert. Der Finanzchef der Stadt und Mitglied der FDP dementiert allerdings jegliche Ambitionen auf das Amt des Stadtpräsidenten.

Herr Loretini, zwei Leser sind sich einig: Sie haben das Format eines Stadtpräsidenten. Was sagen Sie dazu?

Ich fühle mich selbstverständlich geehrt, dass mir dieses hohe Amt zugetraut wird. Ich muss jedoch widersprechen. Ich bin ein Mann der Verwaltung. Mit der Buchhaltung, mit Zahlen, fühle ich mich wohl. Ich bin niemand, der gerne im Vordergrund steht, und deshalb auch kein Politiker.

Ein Kenner der finanziellen und politischen Verhältnisse, bewährt, fachlich kompetent und vielseitig engagiert. Mit diesen Worten werden Sie in bereits publizierten Leserbriefen angepriesen. Das hört sich fast nach dem Beginn einer Kampagne an.

Das sind sie nicht. Wie gesagt, ich stehe nicht als Kandidat für das Stadtpräsidium zur Verfügung. Ich schätze meine Aufgabe als Finanzchef und möchte nicht in die Exekutive wechseln.

SP, Flig und SVP haben bereits einen Kandidaten für den Stadtrat portiert. Die CVP will mit Daniel Lehmann ins Präsidium. Nur Ihre Partei, die FDP, hält sich bis anhin bedeckt. Wann tritt sie aus der Reserve?

Ich bin zwar Mitglied der FDP, über aktuelle Vorgänge bin ich allerdings nicht informiert. Als Finanzchef lege ich Wert darauf, zu allen Parteien denselben Abstand zu wahren. Es ist nicht meine Aufgabe, Politik zu machen, weshalb ich nicht aktiv in der Partei engagiert bin.

Die FDP ist Teil einer überparteilichen Kommission, die nun nach einem Nachfolger für Alex Brühwiler sucht. Was muss für Sie als Finanzchef ein möglicher Kandidat mitbringen?

Ich erhoffe mir einen Stadtpräsidenten, der auch einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund hat. Aber auch eine Person, die neue Ideen einbringt und andere Leute mitreissen kann. Bisher stehen für beide Ämter gute Leute zur Wahl. Für das Stadtpräsidium wäre es natürlich kein Nachteil, wenn neben Daniel Lehmann eine weitere Person kandidieren würde. Nur dann könnte man überhaupt von einer Wahl sprechen. (nh)

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