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Hysterie um Hundeköder: Viele Warnungen sind falsch

Köder Ostschweizer Hunde leben gefährlich. Das könnte man zumindest meinen, wenn man ein aufmerksamer Nutzer Sozialen Medien ist. Eine Warnung vor Wienerli mit Schrauben in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Rorschach wenn...» vom 28. Februar wurde über 2300 Mal geteilt. In einem weiteren Fall wurden verdächtige Burger-Patties mit «ätzendem» Geruch gefunden («Tagblatt vom Mittwoch). In der Facebook-Gruppe für Herisau gingen die Wogen hoch, als eine ähnliche Meldung kursierte.

Wenn präparierte Hundeköder tatsächlich regelmässig gefunden werden, so erfährt zumindest die Polizei selten etwas davon. «Seit mindestens 2015 hatten wir keine Hinweise diesbezüglich», sagt der Ausserrhoder Kapo-Sprecher Marcel Wehrlin. Im Thurgau liessen sich die jährlichen Meldungen gemäss Sprecher Mario Christen an einer Hand abzählen. Tatsächliche Funde von Hundeködern seien auch im Kanton St. Gallen eine Seltenheit, sagt Kapo-Sprecher Florian Schneider. 2017 habe es zehn Meldungen gegeben, wobei aber kein Hund zu Schaden gekommen sei. 2016 starb in Berneck ein Hund wegen eines Köders, der vorletzte Todesfall ereignete sich 2014. Was in allen drei Kantonen hervorgehoben wird: Die Zahl der Warnungen in den Sozialen Medien steht in keinem Verhältnis zur Zahl der tatsächlich der Polizei gemeldeten Köder. Schneider: «Vielfach sind es die immer gleichen Bilder oder Bilder aus anderen Gegenden, die in Sozialen Medien herumgereicht werden.» (jw/woo)

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