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Hupend und Fahnen schwingend

Heute Mittwoch, 18 Uhr, spielt die Schweizer Nati an der Fussball-EM gegen Rumänien. Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass nach einem Sieg oder auch nur einem Unentschieden der Rot-Weissen das Schibenertor gegen 20 Uhr fest in der Hand der Fans sein dürfte.

Inzwischen ist es bei Welt- oder Europameisterschaften im Fussball auch in St. Gallen für Anhängerinnen und Anhänger gewisser Mannschaften schon so etwas wie eine Tradition: Ein Sieg wird mit einem Autokorso gefeiert. Hupend und Fahnen schwingend am Schibenertor. Die Stadtpolizei toleriert das Treiben bis eine Stunde nach dem Match auch während der laufenden Europameisterschaft in Frankreich. Sie ist aber präsent und greift durch, wenn sie grobe Regelverstösse feststellt oder die Verkehrssicherheit gefährdet sieht.

Fans zu Fuss: Anhängerinnen des albanischen Teams am Samstag vor der «Union» (oben) und Kroatien-Fans am Sonntag am gleichen Ort.

Fans zu Fuss: Anhängerinnen des albanischen Teams am Samstag vor der «Union» (oben) und Kroatien-Fans am Sonntag am gleichen Ort.

Die erste grosse Fanwelle war diesmal schon am zweiten EM-Tag, nämlich am vergangenen Samstag, als die Schweiz Albanien 1:0 schlug, zu verzeichnen. Schweizer und Albaner feierten das Spiel und ihre Idole gemeinsam. Die Stimmung blieb durchs Band friedlich; Zwischenfälle waren keine zu verzeichnen. Die Stadtpolizei kontrollierte diverse Fahrzeuge. Teilweise mussten danach unter anderem Fahnen und Motorhauben-Überzüge demontiert werden.

Qualifiziert sich die Schweiz?

Potenziell noch mehr Schweizer Fans als am Samstag könnten sich heute abend zur motorisierten Siegesfeier einfinden. Mit einem Sieg oder Unentschieden würde sich die Schweiz für die Achtelfinals qualifizieren. Was – miesem Wetter und bisher fehlendem EM-Feuer zum Trotz – wohl viele feiernde Anhänger anziehen dürfte.

Euphorie in Rot-Weiss: Schweizer Fans am Samstag zu Fuss vor der «Union» sowie im Auto mit Werbeplakat einer Bank und Stadtbus auf dem Oberen Graben. (Bilder: Reto Voneschen)

Euphorie in Rot-Weiss: Schweizer Fans am Samstag zu Fuss vor der «Union» sowie im Auto mit Werbeplakat einer Bank und Stadtbus auf dem Oberen Graben. (Bilder: Reto Voneschen)

Der Freude über den Sieg wird die Mehrheit von ihnen wiederum im Auto Ausdruck verleihen. Man kann das, wie ein Zuschauer am Samstag sagte, «eine blöde Unsitte» finden. Sie entspricht aber wohl dem Zeitgeist einer Gesellschaft, in der Mobilität auf den eigenen vier Rädern für viele ein Zeichen von Freiheit ist.

Sicherheit an erster Stelle

Die Stadtpolizei wird wieder präsent sein. Das Hupkonzert wird bis eine Stunde nach dem Spiel toleriert. Der öV darf durch den Autokorso aber nicht behindert werden, wie Polizeisprecher Roman Kohler gestern auf Anfrage sagte. Ausdrücklich nicht toleriert werden zu viele Personen in einem Auto, das Nichttragen der Sicherheitsgurte, das Mitführen nicht gesicherter Kinder, das Telefonieren am Steuer, das Hinauslehnen von Beifahrern, das Hinaushalten oder Hinauswerfen von Gegenständen.

Nicht toleriert: Die grosse Fahne im Autodach (oben) und die Flagge auf der Motorhaube gefährden gemäss Polizei die Verkehrssicherheit.

Nicht toleriert: Die grosse Fahne im Autodach (oben) und die Flagge auf der Motorhaube gefährden gemäss Polizei die Verkehrssicherheit.

Auch «das Kostümieren» des Autos hat Grenzen. Von der Polizei toleriert werden Einsteckfähnchen an Autodächern und Scheiben oder auch überzogene Aussenspiegel, sofern dadurch kein Blinklicht verdeckt wird. Nicht erlaubt ist dagegen eine überzogene Motorhaube. Dies, weil eine sich lösende Fahne die Sicht des Fahrer vollständig verdecken könnte, was gemäss Roman Kohler auch im Innerortsverkehr «sehr gefährlich» sein kann – für andere Verkehrsteilnehmer genauso wie für den Fahrer des so geschmückten Autos. (vre)

Toleriert: Das Fanmobil mit den vielen Fähnchen (oben) und die Kinderzeichnung auf dem hintersten Seitenfenster eines Kleinbusses.

Toleriert: Das Fanmobil mit den vielen Fähnchen (oben) und die Kinderzeichnung auf dem hintersten Seitenfenster eines Kleinbusses.

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