HORN: Nach 40 Jahren ist Schluss

Hanspeter Fröhlich geht nach 40 Jahren als Lehrer in Pension. Die Primarschule hat ein Fest für ihn organisiert. Und: ihm das «Hampi-Fröhlich-Lied» gewidmet.

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Hanspeter Fröhlich freut sich ob der bunten Verabschiedung. (Bild: Hedy Züger)

Hanspeter Fröhlich freut sich ob der bunten Verabschiedung. (Bild: Hedy Züger)

Für Lehrer Hanspeter «Hampi» Fröhlich sollte der letzte Schultag unvergesslich werden. Das hatten sich seine Kollegen und das ganze Schulhaus zum Ziel gesetzt. Der Start gab Fröhlich allerdings Rätsel auf: Er musste erraten, wohin er mit seiner Klasse joggen sollte – im Turndress. Es ging zum Seeweg, wie er herausfand.

Mit Fähnchen und viel Jubel empfingen ihn dort die Schüler und die Kollegen. Generationen sind bei ihm während rund 40 Jahren in die Schule gegangen. 24 Jahre unterrichtete er in Horn. Ehemalige Lehrer, die ihm die schönen Seiten der Pensionierung schmackhaft machen wollten, organisierten für Fröhlich einen Liegestuhl und verwöhnten ihn nach dem Schnelllauf mit einer Sportmassage.

225 Schüler singen für ihren Lehrer

Première hatte das Hampi-Fröhlich-Lied, komponiert von Anja Vogel und gesungen von 225 Buben und Mädchen vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Eine Lehrerin sperrte kurzerhand die Seestrasse, um sie in einem Pulk zurück zum Schulhaus zu lotsen. Auf dem Schulhausplatz wartete Action auf die Gemeinschaft. Beim Torwandschiessen, mit der Gümmeli-Pistole sowie beim Menschen- und Putzwagenslalom musste der sportliche Lehrer seine Fitness gegen die Schüler beweisen. Dabei zeigte er Fairness, Fröhlichkeit und eine Prise Schlauheit: Als es galt, einen Ballon aufzublasen, zog er diesen fixfertig aus dem T-Shirt. Der Putzwagen mit Skelett hatte offenbar seine eigene Geschichte. Hampi Fröhlich soll ihn vor dem Einsatz ein paar Mal versteckt haben, sagten Insider. «Wenn ich mit Schülern der Klasse Fröhlich ins Gespräch kam, sagten alle, sie gingen ­gerne bei diesem Lehrer in die Schule», sagte Schulleiter Thomas Mayer. Ein letzter Höhepunkt: Hanspeter Fröhlich schenkte der Schule einen gesunden Znüni. Diese bedankte sich und meinte: «Herr Fröhlich, sagen Sie uns auf dem Pausenplatz doch bald wieder einmal Hallo?»

Hedy Züger

arbon@thurgauerzeitung.ch