Holzarchitektur liegt im Trend

Um die Nachfrage nach Holzbauten abzudecken, baut Blumer-Lehmann AG in Gossau eine Produktionshalle um. Anfang März soll sie bezogen werden.

Angelina Donati
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Eine Konstruktion in Südkorea, die Blumer-Lehmann herstellte. (Bild: pd)

Eine Konstruktion in Südkorea, die Blumer-Lehmann herstellte. (Bild: pd)

GOSSAU. Bei Gewerbe- und Industriebauten wird als tragendes Element vermehrt Holz eingesetzt. Diese Entwicklung stellt das Gossauer Unternehmen, die Holding Erlenhof AG, zu der auch die Blumer-Lehmann AG gehört, fest. Mit der Anfang dieses Jahr gegründeten Tochtergesellschaft Lehmann Timber Code AG will sich der Holzspezialist für die erhöhte Nachfrage wappnen.

Auffallend und nachhaltig

«In der <structural architecture>, einer speziellen Disziplin der Architektur, sind die tragenden und schmückenden Elemente eines Gebäudes dieselben», sagt Raphael Imhof, Leiter Marketing und Kommunikation der Blumer-Lehmann. Einerseits habe die Bauweise eine besondere Wirkung auf den Betrachter, andererseits zeichne sie sich durch die Nachhaltigkeit aus.

Über 60 Meter lange Maschine

Für die komplexe Herstellung dieser Holzteile braucht das Unternehmen Platz. Platz, den es auf dem bestehenden Betriebsareal beim Erlenhof nicht gibt. Am Ort der ehemaligen Maschinen- und Motorenfabrik Frey an der Bischofszellerstrasse in Gossau wurde die Lehmann Timber Code fündig. Rund 9000 Quadratmeter umfasst das Areal, auf dem erst noch zwei Hallen standen. Die grössere der beiden Hallen wurde zur Hälfte zurückgebaut und wird erweitert. Die kleinere Halle bleibt bestehen. «Das Herzstück der Produktion wird eine 60 Meter lange und sechs Meter breite Maschine.»

Anfang Oktober erfolgte die Baueingabe. Bereits im Dezember begannen die Bauarbeiten. Der Bezug der umgebauten Halle ist laut Imhof auf Anfang März geplant. Der Aufträge nimmt sich ein 15köpfiges Team an.