Holländisches und Unterhaltendes

Die Musikgesellschaft Altenrhein-Staad setzt ganz auf Unterhaltungsmusik. Sie tut dies am Unterhaltungsabend ausgezeichnet. Soli gefallen ebenso wie die Jungbläsergruppe.

Rudolf Käser
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Hat Freude: Dirigent Harry Zierler mit seiner Gruppe. (Bild: Rudolf Käser)

Hat Freude: Dirigent Harry Zierler mit seiner Gruppe. (Bild: Rudolf Käser)

Altenrhein. Wenn es am Unterhaltungsabend einen Wermutstropfen gab, dann der, dass die Turnhalle Altenrhein nicht voll besetzt war. Abwesende, welche den Fernsehabend vorzogen, verpassten jedoch einen feinen Unterhaltungsabend, bei welchem das Publikum von Musikstück zu Musikstück mehr auftaute.

Junge Hoffnungsträger

Der Jungbläsergruppe Rheineck – in welcher auch Altenrheiner und Staader dabei sind – war es vorbehalten, das Programm zu eröffnen. Sie taten dies in flotter Manier.

Unter der straffen Führung von Leiterin Katja Eugster bewiesen die Jüngsten, dass sie im Ensemble bereits ein beachtliches Zusammenspiel beherrschen. Überhaupt erhielt die Jugend, sehr zur Freude des Publikums, am Unterhaltungsabend breiten Raum. Das war auch so beim Unterhaltungskonzert des Erwachsenen-Korps. Beim Hit «Träne» von Florian Ast bewiesen Curdin Willi mit dem Flügelhorn und Jan Keel mit dem Euphonium erstaunliches Können. Scheinbar locker spielten sie das Stück inklusive Zugabe praktisch makellos.

«Das gehört auch mit zu unserer Jugendförderung, dass wir bei den Aktiven die Jungen Soli spielen lassen», verriet Marcel Capeder, Präsident der Musikgesellschaft.

Holland entdeckt Altenrhein

Geprägt war die Unterhaltung durch eine Reise von Holland nach Altenrhein und musikalischen Abstechern von Altenrhein nach Holland.

Ein eigens von einem holländischen Fernsehkanal erstellter Film – durch die Musikgesellschaft redigiert und ausgeführt – erzeugte immer wieder lustige Einlagen. Natürlich hat den Holländern das Altenrheiner Zügli besonders gut gefallen. Allerdings waren die interviewten Altenrheiner eher wortkarg – was eine andere Mentalität verrät als diejenige der gesprächigen Holländer.

So wie Holland das schöne Dorf Altenrhein entdeckte, so entdeckte, wohl nicht zum ersten Mal, die Musikgesellschaft die musikalischen Vorzüge des Tulpen-Landes. Das begann mit dem schwierigen Stück «De Zee», einer Hymne, die als Einweihungshymne des neuen Amsterdamer Fussballstadions diente. Die Intonation des musikalischen Klangs war schwierig durchzubringen. «Aber das ist uns gut gelungen», freute sich Dirigent Harry Zierler.

Viele Soli, viele Zugaben

Es gab noch weitere Zugaben. So glänzte das Saxophonregister schwungvoll, mal mit langsamen und wieder ganz schnellen Passagen. Christoph Kling musste, weil er das so überzeugend spielte, eine Solo-Zugabe auf der Trompete mit dem Stück «Ne partez pas sans moi» von Céline Dion spielen. Die unterhaltende Musik zog sich wie ein roter Faden durch den Unterhaltungsabend.

«Nach dem Musikfest in Goldach haben wir in der Musikkommission beschlossen, diesen Unterhaltungsabend voll auf unterhaltende Musik auszurichten», klärte Marcel Capeder auf. Er wies darauf hin, dass bereits wieder neue grosse Aufgaben warten. Denn die Musikgesellschaft Altenrhein-Staad wird sich im nächsten Jahr am Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen beteiligen und sich vorher am Kreismusiktag in Oberriet vorbereiten.

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