Hoher Stock erhitzt Gemüter

Zwar holt sich Waldkirch-St. Gallen gegen die NLA-Topteams Grasshoppers und Malans überraschend einen Punkt. Trotzdem ärgern sich die Ostschweizer.

Markus Schildknecht
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UNIHOCKEY. Der Frust war den Ostschweizern nach dem Samstagsspiel gegen den Schweizer Meister Malans ins Gesicht geschrieben. Über 62 Minuten disziplinierte Arbeit wurden letztlich nur mit einem Punkt honoriert. Der Finne Lauri Kapanen traf in der Verlängerung im Powerplay mit einem gefühlvollen Schlenzer zum 5:4 für die Bündner. Genau dieses Powerplay hatte den Zorn der St. Galler ausgelöst.

Umstrittener Entscheid

Die Schiedsrichter hatten einen hohen Stock von Roman Brülisauer geahndet und einen Penalty ausgesprochen. Weil Tim Braillard, der mit dem 4:4-Ausgleich die Verlängerung für die Malanser erst ermöglicht hatte, mit seinem Versuch an Ruven Gruber scheiterte, kam es zu besagtem Überzahlspiel, das die Partie entschied. «Es ist natürlich ärgerlich, dass eine solche sehr umstrittene Entscheidung der Schiedsrichter das Spiel derart beeinflusst», sagte Sascha Rhyner, Trainer von Waldkirch-St. Gallen. Zweimal hatte sein Team gegen den Meister zuvor zwei Tore vorgelegt. Die Routine der Gäste verhinderte die kleine Sensation im Tal der Demut.

Chancenlos gegen Grasshoppers

Tags darauf gelang Waldkirch-St. Gallen gegen die Grasshoppers kein ähnlicher Effort mehr und verlor 2:7. Im Schlussabschnitt eröffnete auch das Heimteam das Skore.