Hohe Erwartungen erfüllt

Mit Melodien aus Opern, Operetten und Musicals überzeugte der Chor Novum der Musikschule Oberrheintal im Neujahrskonzert in der Mauritiuskirche Goldach.

Peter Beerli
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GOLDACH. Man hatte vom 2002 gegründeten Chor Novum, dem Erwachsenenchor der Musikschule Oberrheintal und seinem Kammerensemble, über die Region hinaus viel Gutes gehört. Phantastisches wurde nach dem Jubiläumskonzert im Sommer in Altstätten erzählt. «Diesen Chor holen wir uns für das Neujahrskonzert», sagten sich die Verantwortlichen für die «KiK», die Konzerte in der katholischen Kirche.

In fremde Welten versetzt

Entsprechend grosse Erwartungen stellten die zahlreichen Musikfreunde, die der Einladung gefolgt waren. Sie wurden nicht enttäuscht. Die gut dreissig Sängerinnen und zehn Sänger mit sicherer Stimme und geschulter Artikulation und die eigens fürs Jubiläumskonzert verpflichteten Instrumentalisten, für welche Pianistin Jola Stawarz die Arrangements geschrieben hatte, rissen mit. Sie versetzten für eine gute Stunde in fremde Welten. Zum Thema «Abend im Musiktheater» warteten die von Jean-François Morin sicher geleiteten Sängerinnen und Sänger mit Werken von ganz unterschiedlicher Komponisten aus drei Jahrhunderten auf. Sie verwöhnten mit bekannten Liedern, so dem Jägerchor aus Carl Maria von Webers «Der Freischütz» oder als Zugabe dem Gefangenenchor aus der Oper «Nabucco» von Giuseppe Verdi, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird. Dazu machten sie mit fremden Melodien vertraut. Immer wurden sie den Anforderungen der klassischen Opern und Operetten und neueren Musicals gerecht. Ein vollendetes Vergnügen war es, den Solisten zuzuhören: Sopranistin Petra Stadler trat zusammen mit dem Chor in Wolfgang Amadeus Mozarts Oper «Idomeneo» auf und begeisterte zusammen mit dem auch als Tenor hinreissenden Jean-François Morin in Johann Strauss Liebesduett «Wer uns getraut».

Lust fürs Ganze geweckt

Die Ausschnitte aus so vielen Kompositionen bildeten zusammen ein vergnügliches Gesamtprogramm. Vielleicht ermunterte dieses Konzert manche Hörenden dazu, das eine oder andere Werk einmal in seiner ganzen Fülle zu hören und zu sehen. Das müsste dann allerdings in einem Theater- oder Konzertsaal geschehen, wofür die teilweise auf grusligen Geschichten von Intrigen, Spuk und Bandenkrieg basierenden Opern, Operetten und Musicals ja eigentlich auch bestimmt sind.

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