Hoffen auf «zwei, drei» Bewerbungen

Die Findungskommission in Eggersriet ist komplett. Von einem Ansturm aufs Gemeindepräsidium kann keine Rede sein. Bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist bleiben nur noch drei Tage.

Martina Kaiser
Drucken
Teilen
Nathan Lutz soll es richten: Zusammen mit den anderen fünf Mitgliedern der Findungskommission sucht er ein neues Oberhaupt für Eggersriet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Nathan Lutz soll es richten: Zusammen mit den anderen fünf Mitgliedern der Findungskommission sucht er ein neues Oberhaupt für Eggersriet. (Bild: Hanspeter Schiess)

EGGERSRIET. Es sind sechs. Nicht sechs, die das Eggersrieter Gemeindepräsidium wollen, sondern sechs, die Markus Peters Nachfolger suchen. Einer davon ist Nathan Lutz aus Grub, Verwaltungsrat der Elektra und Wasserkorporation und Mitglied des Gewerbevereins. Wer die anderen fünf sind, möchte er nicht verraten. Einige sind jedoch bekannt: Gewerbevereinspräsident Kurt Hartmeier beispielsweise. Oder CVP-Ortspräsident Mauro Piccolin. Die Findungskommission komplettieren weitere Mitglieder von Gewerbeverein und CVP. «Und jemand, der die Vereine und Bürger vertritt», ergänzt Lutz.

Erste Bewerbungen

Die Bürger vertreten, das soll auch der künftige Gemeindepräsident. Es ist nur eine der Anforderungen und Aufgaben, welche die Findungskommission Anfang Januar formuliert hatte. Eine Woche später, am 12. Januar, erschien das Inserat im St. Galler Tagblatt. Die Unterlagen seien an die Wahlfindungskommission, Postfach, Eggersriet, zu schicken, hiess es da. Kein Name. «Wir erachten uns nicht als politisches Gremium, sondern wollen als Bürgervertretung wahrgenommen werden», sagt Lutz. Weil die Adresse aber zuweilen für Verwirrung gesorgt habe, seien die nachfolgenden Inserate im kantonalen Amtsblatt und den «St. Galler Nachrichten» mit seinem Namen versehen worden.

Die Frist ist knapp

In drei Tagen ist Einsendeschluss. Bewerbungen gebe es, sagt Lutz. Wie viele, möchte er nicht verraten. Bis am Donnerstag hofft er auf «zwei, drei». Mehr als einer oder zwei dürften sich bis anhin also nicht beworben haben. Und ob noch viele folgen werden, ist mehr als fraglich, denn es sind Sportferien. Dass die Frist knapp ist, weiss Lutz: «Dass wir so wenig Zeit haben, ist nicht glücklich.»

So oder so: Die Findungskommission wird sich am kommenden Dienstag nochmals treffen, die Bewerbungen prüfen und dann Gespräche mit den möglichen Kandidaten führen. Kommt keiner in Frage, «werden wir die Frist wohl oder übel verlängern müssen», sagt Lutz. Bis zum 25. Februar. Dann müssen die Vorschläge auf der Gemeindekanzlei eingereicht werden, damit der Wahltermin vom 28. April eingehalten werden kann.

Es wird gemunkelt, dass sich Kurt Hartmeier, der vergangenes Jahr gegen Markus Peter angetreten ist, wieder zur Verfügung stellen wird. Nathan Lutz verneint dies: «Kurt Hartmeier hat sich klar gegen eine erneute Kandidatur geäussert.»

Aktuelle Nachrichten