Höhere Steuern sind möglich

Auch in den kommenden fünf Jahren rechnet der Gaiserwalder Gemeinderat mit Defiziten. Deshalb spielt er mit dem Gedanken, die Steuern zu erhöhen.

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Neubauten bringen Gaiserwald steigende Steuereinnahmen. (Archivbild: Mareycke Frehner)

Neubauten bringen Gaiserwald steigende Steuereinnahmen. (Archivbild: Mareycke Frehner)

GAISERWALD. Die Rechnung der Gemeinde Gaiserwald schloss in den vergangenen Jahren jeweils mit einem Minus ab. Auch für die Zukunft ist diesbezüglich keine Besserung zu erwarten, schreibt der Gemeinderat im neusten Mitteilungsblatt: Im aktualisierten Finanzplan wird auch für die kommenden fünf Jahre mit Defiziten gerechnet. Der Steuerfuss von derzeit 115 Prozent könnte deshalb auf das Jahr 2018 hin steigen. Wie hoch die Erhöhung ausfalle und ob sie tatsächlich nötig werde, hänge von verschiedenen Faktoren ab. Dies seien etwa die wirtschaftliche Entwicklung, das Bevölkerungswachstum im Zuge von Neubauten und mögliche Kostensenkungen.

Steuereinnahmen steigen

Besonders die Bautätigkeit und die Neuzuzüger, die vom neuen Wohnraum angelockt werden, kommen der Gemeinde zugute: Trotz angespannter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen rechnet der Gemeinderat damit, dass die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren jeweils um 2 bis 2,3 Prozent steigen. «Und dies hauptsächlich wegen der ansteigenden Einwohnerzahl durch die verschiedenen bezugsbereiten Neubauten», heisst es im Mitteilungsblatt. Die voraussichtliche Teuerung beim Sach- und Personalaufwand sei mit Faktoren von 0,5 bis 2 Prozent berücksichtigt. Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung sei ausgeglichen und belaste die laufende Rechnung nicht.

Einmaliges Plus

Im Jahr 2016 erwartet der Gemeinderat zwar sogar ein Plus von einer guten halben Million Franken. Dieses komme aber durch Verkäufe von Bauland im Engelburger Gebiet Oberhalden zustande – also durch einmalige Einnahmen und Buchgewinne. Das Eigenkapital, das Anfang 2015 noch 11,65 Millionen Franken betragen habe, könnte bis 2020 auf 9,6 Millionen Franken schrumpfen. Die Verschuldung werde aufgrund der Investitionstätigkeit der Gemeinde zunehmen.

Mit dem Finanzplan seien Prognosen zur wirtschaftlichen Lage der Gemeinde möglich. Allerdings zeige die Erfahrung, dass sich darin immer wieder kurzfristige Änderungen ergeben könnten, schreibt der Gemeinderat. (Gk./jw)