Hochzeitstheater am Dom

«Und das am Hoochziitsmorge» heisst die neuste Produktion des Theaters am Dom. Am Samstag zeigen die Laienschauspieler das Stück zum ersten Mal. Es handelt von wirren Hochzeitsvorbereitungen.

Ruth Frischknecht
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Muss der Grossvater etwa ohne Socken zur Hochzeit der Enkelin? (Bild: Ruth Frischknecht)

Muss der Grossvater etwa ohne Socken zur Hochzeit der Enkelin? (Bild: Ruth Frischknecht)

Morgen Samstag, 19.30 Uhr, feiert das neuste Stück des Theaters am Dom Premiere im Mehrzwecksaal des Gallus-Schulhauses an der Moosbruggstrasse 21. «Und das am Hoochziitsmorge» heisst die 23. Produktion des Theaterensembles. Weitere Vorstellungen finden am kommenden Sonntag, 15 Uhr, am Mittwoch, 20 Uhr, am darauffolgenden Samstag, 19.30 Uhr, und am Sonntag, 15 Uhr, statt.

Chaotischer Hochzeitstag

Das Stück bietet Einblick in die chaotischen Vorbereitungen einer Familie auf die Hochzeit der Tochter. Nichts läuft wie geplant: Der Grossvater findet keine passenden Socken, die Schwiegereltern sind im falschen Hotel, und die Blumen sind noch nicht geliefert. Dann fällt der Brautvater zu allem Übel auf den Kopf. Er halluziniert und sieht ein tanzendes Charleston-Girl. Sein Verhalten irritiert alle anderen Familienmitglieder, was die Vorbereitungen noch wirrer macht. Indes wird die Zeit bis zur Trauung immer knapper.

«Und das am Hoochziitsmorge» habe das Theater am Dom ausgewählt, weil es die Schauspieler vor neue Herausforderungen stellt. «Zwei Darsteller müssen singen und tanzen, das ist für sie eine neue Erfahrung. Die restlichen müssen eine auf der Bühne stehende Person komplett ignorieren. Das ist nicht einfach», sagt Anni Baumann, Ensemblemitglied. Sie spielt die Grossmutter der Braut. Ausserdem zeige das Ensemble stets lustige, leichte Stücke. «Wir möchten – im für gewöhnlich dunklen November – den Leuten etwas zum Lachen zeigen.»

Kollekte fürs Solidaritätshaus

Die Laienschauspieler arbeiten seit Mitte August am Theaterstück. «Wir proben einmal pro Woche. So kurz vor der Premiere üben wir aber jeden Tag», sagt Anni Baumann. Sie investiere diese Zeit aus drei Gründen ins Stück. «Ich spiele gerne Theater und kann anderen Leuten eine Freude machen. Zudem spenden wir die Kollekte an einen guten Zweck.» Dieses Jahr erhält das Solidaritätshaus St. Gallen den Beitrag.

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